Zur Fasnet 2000 kam zur IGF die Gruppe der Hellstera Male neu hinzu. Die Initiative zu der Gruppe kam durch eigene Mitglieder vor allem aus der Garde.
Mit einer Größe von anfangs 35 Hästrägern kam die neue Maskengruppe bereits im ersten Jahr gut an. Inzwischen hat sich die Anzahl der Gruppenmitglieder auf über 60 'Hellmis' erhöht. Hierzu zählen auch 25 Kinder, die insbesondere bei den Umzügen voller Eifer dabei sind. Das jüngste Mitglied ist gerade mal 2 Jahre alt.
Angeführt wird die Gruppe durch die Gruppenleiter Wilma Kneer, Miriam Fromm und Tobias Kramer

1999-2001
Wilma Kneer und Thomas Fürst
2001-2008
Wilma Kneer und Frank Staab
2008-2010
Wilma Kneer und Andreas Weber
2010-2011
Wilma Kneer, Miriam Fromm und Tobias Kramer
seit 2011
Tim Lang und Tobias Kramer
Die Gruppe präsentiert sich in der Fasnetszeit bei Umzügen als Laufgruppe, die mit den Zuschauern sowohl Schabernack treibt als auch gut gesonnen, Süßes verteilt. Auch diverse Hebefiguren und das ‚Rädle’ mit den Stecken machen den Besuchern viel Freude.
Für die Brauchtumsabende und natürlich für den vereinseigenen Bürgerball studieren die Hellstera Male einen Maskentanz ein.
Auch außerhalb der Fasnetssaison kommen die Gruppenmitglieder zusammen, so zum Beispiel beim monatlichen Stammtisch, Ausflug oder sonstigen Aktivitäten.

Die Sagengestalt 'Hellstera Male'
In den Wäldern zwischen Hohenstadt und Westerheim
soll sich dieses Wesen herumgetrieben haben. Recht unterschiedliche Versionen
gibt es über das Treiben dieses Mannes. Eine Version besagt, dass das Männchen
aus dem Hellstera-Wald unartige und faule Kinder zu sich in den Wald geholt
haben soll. Andere Sagen beschreiben das Hellstera Male als gutmütiges Wesen,
das Verletzte und Verirrte wieder aus dem Wald heraus führt. Diese beiden
'Gesichter' kommen auch in der Maske zum Ausdruck, denn das Hellstera Male
erscheint sowohl böse als auch freundlich, hinterlistig und mürrisch, je nach
Betrachtungsweise.
Das Hellstera Male Häs

Das Hellstera-Häs wurde von den Mitgliedern selbst entworfen und ge-schneidert. Es besteht aus Leinenstoff-Hemden und grünen und braunen Westen, welche die Farben des Waldes widerspiegeln, verziert mit aufgesteckten Blättern. Am Ledergürtel hängen große und kleine Holzglocken, die mit Kieselsteinen gefüllt sind. An den Beinen trägt das Hellstera Male eine schwarze Wollhose sowie Gamaschen aus Heidschnucken-Fell, die dem Häs den natürlichen 'Touch' verleihen.
Die Masken aus echtem Lindenholz wurden von
Holzschnitzer Roland Nehm aus Neufra in Handarbeit individuell gefertigt und
bemalt. Dadurch ist jede Maske ein Unikat und für sich interessant. Abgerundet
wird das Häs durch einen schwar-zen Filzhut mit langen grauen Büffelhaaren. In
der Hand trägt das Hellstera Male einen Haselnußstecken.
Bild vom ADR-Umzug 2005
Hellsteramale-Kinder (Umzug Pfullingen 15.01.2012)