Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Jubiläum: IGF feiert groß ihr 44. Wiegenfest

 

(Erschienen 13.11.2018)

Die Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim hat mit vielen Gästen ihren 44. Geburtstag gefeiert. Es war eine sehr schöne Party in der Albhalle mit vielen gut gelaunten Besuchern. Die Gardemädchen, die Schalmeien, die älteren und jüngeren Sänger sowie die Kultfiguren „Oma und Opa“ haben den Jubiläumsabend der Interessengemeinschaft Fasnet (IGF) unterhaltsam und gekonnt gestaltet und die vielen Geburtstagsgäste mit amüsanten Einlagen erfreut. In den Beiträgen gab es immer wieder Erinnerungen an die Gründung des Fasnetsvereins und die 44-jährige Geschichte der IGF. Vorstandsmitglied Maximilian Hohl führte durch das bunte Programm. Dabei glaubte der eine oder andere Zuschauer wohl immer wieder, einen der vielen tollen Bürgerbälle der vergangenen Jahrzehnte erneut zu erleben. Grußworte und Ehrungen fehlten nicht, auch über Geschenke durfte sich der Jubelverein freuen. (Fotos: Hansjörg Steidle)

 

Fotos von der Schwäbischen Zeitung hier

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Mitglieder der ersten Stunde bei Festakt geehrt

 

(Erschienen 13.11.2018)

Die Vorstandsmitglieder Andrej Grigoryev (links) sowie Franziksa Hohl, Andreas Weber und Michael Hummel (von rechts) ehrten Mitglieder, die sich gleich nach der Gründung der IGF anschlossen und seit 44 Jahre der Interessengemeinschaft die Treue halten: (von rechts) Anne Rieck, Helmut Rieck, Anton Fischer, Beate Wiedmann, Elisabeth Walter, Wilfried Wiedmann, Reinhold Rehm und Hans Moser. (Foto: Steidle)

Mit einem Zitat des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog hat IGF-Vorstandsmitglied Maximilian Hohl den Ehrungsreigen beim Jubiläumsfest der Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim eröffnet: „Ohne den Einsatz des Einzelnen für die Gemeinschaft ist auf Dauer jedes Gemeinwesen überfordert.“

Zusammen mit seinen Vorstandsmitgliedern Michael Hummel, Andrej Grigoryev, Andreas Weber und Franziska Hohl würdigte er dann die sieben Gründungsmitglieder der IGF sowie die zehn Mitglieder, dies sich noch 1974 im Gründungsjahr der IGF anschlossen.

Jeder Einzelne ist wichtig

„Ein Verein kann ohne den Einsatz des Einzelnen nicht existieren“, wiederholte Maximilian Hohl. Deshalb sei es auch wichtig, jedes Mitglied in einem Verein oder in einer Gemeinschaft wertzuschätzen und die Verdienste und Leistungen immer wieder zu würdigen. Respekt hätten die sieben Personen verdient, die nach einer geselligen Kartenrunde im Herbst 1974 gleich zur Tat schritten und am 10. Dezember 1974 die IGF zum Leben brachten, aber auch die Personen, die sich unmittelbar danach der Interessengemeinschaft mit Rat und Tat anschlossen. Hohl lobte den Mut und die Entschlossenheit der Männer der ersten Stunde, die den Brauchtum und die Tradition der Fasnet in  Westerheim erhielten und belebten.

„Trotz schwieriger Zeit und Umstände schafften es die Gründungsmitglieder und die Mitglieder der ersten Stunde mit unermüdlichem Ehrenamt und Engagement in kürzester Zeit aus einer Idee einen Verein zu schaffen, der durch Kreativität und Einsatz nicht nur während der Fasnet die Aufmerksamkeit der Bevölkerung weckte“, erklärte das IGF-Vorstandsmitglied. Der Verein sei gewachsen und gediehen und nach 44 Jahren werde er über die Grenzen des Alb-Donau-Kreises hinaus geschätzt. Stolz dürfe er auf die IGF-Gemeinschaft blicken, die alle Jahre aufs Neue eine tolle Fasnet auf die Beine stelle, die weit und breit seinesgleichen suche.

Ehrenorden in Gold erhalten

Von den sieben Gründungsmitgliedern konnte Maximilian Hohl dann vier Männer auf die Bühne der Albhalle bitten, die er mit dem Ehrenorden in Gold mit Diamentenschliff nebst Urkunden und Geschenken bedachte. Geehrt wurde Anton Walter, der erste Vorsitzende, der die IGF aus den Kinderschuhen führte und 15 Jahre leitete und der vor Jahren schon zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden war. Gebhard Jessy Moser war bei den Stelzen, Sängern und beim Männerballett sehr aktiv und hat für unvergessliche Momente bei den Bürgerbälle gesorgt. Fritz Baumeister war „der Mann für alles und sich für keine Arbeit zu schade und ein treuer Begleiter der IGF über 44 Jahre“, so Hohl. Karl Bernhard war Mitglied der Sänger und des Männerballetts und ein Schaffer im Verein. Als herzlicher Dank wurden ihren stehende Ovationen der Geburtstagsgäste zuteil.

In Abwesenheit lobte Vorstandsmitglied Hohl die Leistungen von Karl Klöble, der bei der Vereinsgründung das Amt des Schriftführers übernahm und mehrere Jahre die IGF leitete. Lob erhielt auch Werner Gold für sein Engagement in 44 Jahren sowie der verstorbene Manfred Rehm, der bei der Gründung den zweiten Vorsitz und den Posten des Kassierers übernommen hatte. „Den Gründungsmitgliedern gehört Respekt und Dank“, sagte Hohl.

44 Jahre Mitgliedschaft

Für 44 Jahre Mitgliedschaft durfte dann die Vorstandschaft der IGF zehn Personen auszeichnen, die sich gleich nach der Gründung der Interessengemeinschaft anschlossen und ihr 44 Jahre die Treue hielten. Ehrenorden und Urkunden gingen an Hans Moser, Reinhold Rehm, Anne Rieck, Helmut Rieck, Anton Fischer, Beate Wiedmann, Wilfried Wiedmann, Elisabeth Walter, Brigitte Mayer und Gerhard Mayer. Vorstand Hohl zeigte die Leistungen und Verdienste der Geehrten auf, die sich in ein oder gleich mehreren Gruppen engagierten und über all die Jahre in irgendeiner Form helfend dazu beigetragen haben, dass die IGF sich entfalten konnte und tolle Fasnetsveranstaltungen möglich machte. Für sie sei die Fasnet zu einer Herzensangelegenheit geworden.

Für die Geehrten ließen die Schalmeien der IGF unter Leitung von Heike Claß und Anja Tritschler den Marsch „Alte Kameraden“ erklingen. Einige der ausgezeichneten Mitglieder standen sichtlich gerührt auf der Bühne der Albhalle und lauschten bedächtig und ergriffen den schmissigen Klängen.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Jubiläum bei der IGF: Super Show der Erinnerungen

 

(Erschienen 11.11.2018)

Ein Höhepunkt: Ältere und jüngere IGF-Sänger stehen auf der Bühne und singen bekannte Lieder aus ihrem umfangreichen Repertoire. (Foto Steidle)

Gebhard „Jessy“ Moser in Hochform. (Foto Steidle)

Oma und Opa auf der Bank. (Foto Steidle)

Die Schalmeien präsentierten sich in toller Spiellaune. (Foto Steidle)

Die Gardemädchen, die Schalmeien, die älteren und jüngeren Sänger sowie die Kultfiguren „Oma und Opa“ haben den Jubiläumsabend der Interessengemeinschaft Fasnet (IGF) unterhaltsam und gekonnt gestaltet und die vielen Geburtstagsgäste mit amüsanten Einlagen erfreut. In den Beiträgen gab es immer wieder Erinnerungen an die Gründung des Fasnetsvereins und die 44-jährige Geschichte der IGF. Vorstandsmitglied Maximilian Hohl führte durch das bunte Programm. Dabei glaubte der eine oder andere Zuschauer wohl immer wieder, einen der vielen tollen Bürgerbälle der vergangenen Jahrzehnte erneut zu erleben.

Schalmeien in Spiellaune

Die 1992 unter der damaligen IGF-Leitung von Karl Klöble gegründeten Schalmeien traten gleich mehrmals auf der Bühne der Albhalle in Aktion und setzten bei der Feier den musiaklischen Akzent. Ihre ersten einstudierten Lieder – fünf Stück an der Zahl – ließen die Schalmeien bereits 1993 beim Bürgerball erklingen. Die Musikerinnen und Musiker um Heike Class und Anja Tritschler boten ein Medley mit ihren besten Stücken aus 25 Jahren und bereiteten auch mit ihrem ersten Stück „Schnauze“ Spaß und Freude.

Nicht fehlen durften bei der Jubiläumsfeier zum 44-jährigen Bestehen die Gardemädchen, die für den Festabend einen exklusiven Gardetanz einstudiert hatten. Ihr IGF-Grade feierte ihr Debüt bereits beim zweiten Bürgerball 1976 im Rössle mit einem Überraschungsauftritt. Seitdem präsentierten sie viele verschiedene und auch preisgekrönte Tänze in modernen und gekonnten Choreografeien. Trainiert wurden sie über Jahrzehnte von Helga Fischer, seit einigen Jahren hat diese Aufgabe Elisa Fischer übernommen.

Super Showtanz der Garde

Noch ein zweites Mal traten die Mädchen der IGF-Garde in Aktion: mit einem Showtanz. Sie zauberten in tollem Outfit nochmals ihren Showtanz „Das ganze Leben ist ein Quiz“ auf die Bühne. In dem hervorragenden Tanz möchte ein Träumer Millionär werden, doch in verschiedenen Spielshows findet er keinerlei Glück. Nicht einmal bei „Herzblatt“ bekommt er eine der drei bezaubernden Damen ab. Am Ende steigt er in ein Taxi – natürlich in das Quiz-Taxi. Weder Glück im Spiel, noch in der Liebe, so ist das nun mal im Leben. Mit der Erkenntnis „das ganze Leben ist ein Quiz und wir sind nur die Kandidaten“ zieht der Träumer von dannen.

IGF-Sänger in Fahrt

Einen besonderen Aufritt hatten die IGF-Sänger, die seit dem ersten Bürgerball dabei sind und die sich immer wieder tolle Texte zu bekannten Liedern einfallen ließen. Dabei nahmen sie gesanglich die Gemeindepolitik und das Vereinsgeschehen im Flecka jedes Jahr amüsant und gekonnt auf die Schippe und ließen sich dabei auch immer ein Viertele Rotwein auf der Bühne schmecken. Zunächst sangen sich die Oldies mit klasse Liedern in die Herzen des Publikums, dann stießen die jüngeren IGF-Sänger hinzu, die vor etwa elf Jahren einen Generationswechsel in der Gruppe einläuteten.

Die Oldie-Sänger Anton Walter, Hans Moser, Ernst Lang, Georg Striebel, Gebhard Moser, Manfred Kurzhals und Bernhard Schweizer erinnerten mit ihren zahlreichen Liedern an die gute alte Zeit etwa mit den Liedern „Wir sind die Sänger, Sänger von der IGF“, „So lang die IGF besteht, so lang gibt’s keine Ruh“, „Ja die Fasnet von Westerheim, und was geschah, erzählen wir euch in den nächsten Stunden“ oder „Und wenn ihr mitmacht, dann feiern wir eine schöne Fasnet“. Schön war dann, als die jüngere Sängerschar hinzustieß und die Gruppen in eine Art Zwiegesang traten. In den folgenden Liedern gab es Seitenhiebe gegen Laichingen und gemeinsam meinten alle IGF-Sänger lautstark im Finale „Denn wo kann’s schöner sein, als hier in Westerheim. Dort wo man singt und gerne Fasnet macht.“

„Oma und Opa“ treten auf

Das Spitzenprogramm zum Jubiläumsfest wurde ergänzt von drei Filmbeiträgen von Marius Fischer, bei denen IGF-Mitglieder und Bürgermeister Walz darlegten, warum die Fasnst in Westerheim so toll und einzigartig ist. Und als Überraschung gab es noch den Auftritt von „Oma und Opa“, zwei legendären Gestalten aus der Westerheimer Fasnet, die anfangs bei den Rosenmontagsumzügen mitmarschierten, aber über die Jahre in Vergessenheit geraten sind. „Oma und Opa“ mit Barbara Priel und Michael Hummel auf der Bühne sowie den Stimmen von Selma Rehm und Alfred Lang plauderten auf ihrem Weg zum Jubiläumsabend über die IGF anno dazumal und viele amüsante Stunden bei der Westerheimer Fasnet.

Zum Tanze und zur Unterhaltung spielte nach dem Festprogramm die United Dance Band, zudem gab es noch eine Fotobox für Erinnerungsfotos, eine Cocktailbar und einen Süßigkeitsstand. Viele Besucher betrachteten noch die gelungene Ausstellung zur 44-jährigen Geschichte der IGF und der ein oder ander Gast enteckte sich auf einem der vielen Fotos. Geehrt wurden die Gründungsmitglieder und ersten Mitglieder des Vereins (Bericht folgt).

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Stolz: „Wir sind froh, dass es die IGF gibt“

 

(Erschienen 11.11.2018)

Gardemädchen stehen Spalier (Foto Steidle)

Die hübschen Gardemädchen der Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim standen am Eingang zur Albhalle Spalier und hießen die Geburtstagsgäste herzlich willkommen. Die IGF feierte am Samstagabend in einer herrlich dekorierten Albhalle ihr 44-jähriges Bestehen. (Foto Steidle)

Bunter Konfettiregen zum Abschluss eines großartigen Showtanzes, den die Gardemädchen der IGF auf die Bühne zauberten (Foto Steidle)

Ein Geschenk vom SVW-Vorsitzenden Armin Schurr (r.) an die IGF-Bosse Maximilian Hohl, Andrej Grigoryev und Michael Hummel (v.l.) (Foto Steidle)

Fasnetsstimmung, eine mit Liebe gestaltete Ausstellung, eine neue dicke und bilderreiche Festschrift, eine schöne geschmückte Albhalle und viele gut gelaunte Geburtstagsgäste – das waren die Rahmenbedingungen für eine großartige Jubiläumsfeier, die die Interessengemeinschaft Fasnet (IGF) Westerheim veranstaltete. Hinzu kamen Grußworte und viele Glückwünsche, ein tolles Showprogramm und Ehrungen und die hübschen Gardemädchen, die die Besucher schon im Eingangsbereich freundlich begrüßten, einen Schluck Aspach-Cola reichten und manche Gäste zu ihren Plätzen eskortierten. Beste Voraussetzungen waren also gegeben, den 44. Geburtstag der IGF mit einer großen Party zu feiern, die unter dem Motto „4x11 IGF Westerheim – zu jung, um alt zu sein“ stand.

Mit einem von Marius Fischer gedrehten Filmbeitrag startete die gut besuchte Jubiläumsfeier, in dem dargestellt war, wie alles vor 44 Jahren begann: Sieben Männer saßen beim Kartenspiel zusammen und kamen auf die Idee, einen Fasnetsverein in Westerheim auf die Beine zu stellen, um die Fasnet in Westerheim auf gesunde und feste Beine zu bringen, quasi um sie zu retten. Die Schalmeinen der Interessengemeinschaft spielten dann schwungvoll und begeisternd auf, ehe das Dreigestirn an der Spitze des Vereins mit Michael Hummel, Maximilian Hohl und Andrej Grigoryev die Geburtstagsgäste begrüßten, auf die Gründungszeit der IGF zurückblickten und viele Glückwünsche nebst Geschenken entgegen nahmen.

Erinnerung an mutige Männer

Maximilian Hohl verwies auf den 10. Dezember 1974, als sieben mutige Männer die IGF Westerheim gründeten, die Gestaltung und Organisation der Fasnet übernahmen und den Brauch der Fasnet ausbauten. „Die Fasnet vereint die unterschiedlichsten Menschen durch Leidenschaft, Engagement und Freunde“, betonte das Vorstandsmitglied. Höhen und Tiefen habe der Verein gemeistert und sich prächtig entwickelt zu heute stolzen 330 Mitgliedern. „Heute können wir mit Stolz sagen, dass wir einer der größten Fasnetsvereine der Alb-Donau-Region sind und unsere Fasnet weit im Land bekannt ist“, erklärte Hohl und wartete mit einer besonderen Zahl auf: 44 Jahre IGF bedeute 346 896 000 Atemzüge voller Elan, Motivation, Herzblut, Zusammenhalt, Einsatz und Tatendrang, aber auch Geduld, Ausdauer und Arbeit. „Die IGF ist eine Gemeinschaft, aus der viele wichtige und außergewöhnliche Freundschaften entstanden und gewachsen sind, die wir heute nicht mehr missen wollen.“

Walz lobt und dankt

Den Reigen der Grußworte eröffnete Bürgermeister Hartmut Walz, der den sieben Gründungsmitgliedern Mut, Tatkraft und Willensstärke bescheinigte. Aus einem lockeren Gespräch bei einer Kartenrunde sei in Westerheim etwas Großartiges entstanden, da sei ein professioneller Verein gegründet worden. Die Gründungsmitglieder hätten Verantwortung übernommen, denen Lob und Dank gebührt, unterstrich Walz.

Die IGF sei heute aus der Gemeinde nicht mehr wegzudenken, sie sei eine wichtige Säule im kulturellen Leben der Gemeinde. „Wir sind froh, dass es die IGF gibt“, betonte er mit dem Hinweis, dass die IGF mehr sei als Rosenmontagsumzug und Bürgerbälle. Sie vermittle ein besonderes Lebensgefühl und dürfe sich zurecht selbst feiern, sagte der Bürgermeister und übergab dem Jubelverein ein Geldgeschenk.

Gedicht aus der Partnergemeinde

In Gedichtform wandte sich Christa Bail, Bürgermeisterin aus der Partnergemeinde Westerheim/Allgäu, an den Jubiläumsverein: „Liebes Geburtstagskind, wir kommen vom Allgäu her geschwind und grüßen euch Schwaben weiß und blau mit einem kräftigen Helau.“ Und weiter sagte sie: „Bleibt als Schwaben gelb schwarz heiter und macht noch lange mit der Fasnet weiter. Wir wünschen euch für immer Spaß und Freuden, lasst euch begleiten von netten Leuten.“ Mit einem kräftigen „Stelza hoi“ verabschiedete sich Bürgermeisterin Christa Bail von der Bütt, die mit einer fünfköpfigen Delegation auf die Alb angereist war.

Lob vom ADR-Vorsitzenden

Die Westerheimer Fasnet zeichne sich durch ihre großartige Vielfältigkeit und ein enormes Engagement aus, erklärte Gerhard Zoller aus Laupheim als Vorsitzender der Narren der Alb-Donau-Region (ADR). Kaum eine Fasnetszunft mache und leiste so viel wie die IGF, sie stelle eine große Bereicherung des kulturellen Lebens dar. Nicht nur Lob und Glückwünsche hatte der ADR-Vorsitzender im Gepäck: An die Politiker und Behörden richtete er die Bitte, die Fasnet nicht mit zu vielen Auflagen und Vorschriften zu blockieren. „Mit zu vielen Regualarien und Vorschriften geht die Fasnet in die Hose“, warnte Zoller. Grüße für den SVW und die Westerheimer Vereine entbot der SVW-Vorsitzende Armin Schurr, der sein Grußwort sportlich kurz hielt und der IGF weiterhin alles Gute wünschte.

Schöne Ausstellung

Zum Schluss der schönen Geburtstagsfeier mit buntem Programm verwies Vorstandsmitglied Maximilian Hohl noch auf die von Helga und Elisa Fischer mit viel Liebe gestaltete Ausstellung zur 44-jährigen Geschichte der IGF mit vielen Fotos, Zeitungsartikeln und Requisiten und auf die von Elisa Fischer und den Marius Fischer Studios geschaffene interessante Festschrift – mit rund 140 Seiten in einer Auflage von 500 Stück. Bettina Kneer und Tanja Unsöld boten die Schrift schon mal zum Kauf an. Zudem gab es was Neues: Ein IGF-Adventskalender in limitierter Auflage war zu haben.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Aus geselliger Kartenrunde ist die IGF entstanden

 

(Erschienen 07.11.2018)

Die IGF feiert ihren Geburtstag. (Foto: Steidle)

Die Interessengemeinschaft Fasnet (IGF) steht am Wochenende in Westerheim im Mittelpunkt, und das aus zweierlei Gründen: Die IGF feiert am Samstagabend ihren 44. Geburtstag in der Albhalle und am Sonntag, 11. 11., läutet sie um 11.11 Uhr die neue Fasnetsaison mit einem musikalischen Auftritt der Schalmeien und einem Weißwurstfrühstück im Vereinsheim ein.

Zu dem Jubiläumsabend mit buntem Programm am Samstag, 10. November, um 19 Uhr in der Albhalle ist die gesamte Bevölkerung eingeladen. Auch eine Ausstellung zu „44 Jahre IGF“ wird es geben.

 

Runder Geburtstag steht an

 

44 Jahre jung oder alt wird die IGF in diesem Jahr und der für Narren runde Geburtstag soll bei Tanz und einem bunten und abwechslungsreichen Programm angemessen gefeiert werden. Unter dem Motto „4 mal 11: IGF Westerheim – zu jung, um alt zu sein“ steht die Geburtstagsparty bei freiem Eintritt. Da die Narren allgemein ihre Jubiläen in Elfer-Schritten feiern, soll der 44. Geburtstag groß begangen werden. Die Gäste dürfen sich auf Tanz und Tanzmusik mit der United Dance Band aus Oberelchingen freuen, ferner auf eine Cocktailbar, gutes Essen und natürlich ein buntes Showprogramm mit Einlagen und Überraschungen.

Zu dem unterhaltsamen Programm am Samstagabend in der Albhalle tragen etwa die Schalmeien, die IGF-Sänger und die Garde-Mädchen bei. Grußworte und Ehrungen dürfen bei der Jubiläumsveranstaltung nicht fehlen, vor allem die Gründungsmitglieder erhalten Urkunden und Geschenke, die vor 44 Jahren den mutigen Schritt einer Vereinsgründung wagten. Zu Gast bei der Geburtstagsparty ist der Vorsitzende der Narren der Alb-Donau-Region (ADR), eine Narrenvereinigung in der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Glückwünsche überbringt Bürgermeister Hartmut Walz, der ein Grußworte sprechen wird.

Nicht mehr wegzudenken ist die Interessengemeinschaft Fasnet (IGF) aus Westerheim und der gesamten Region, die seit 44 Jahren und schon davor die Fasnet in Westerheim entscheidend prägte und bereicherte. Der IGF ist es hauptsächlich zu verdanken, dass Westerheim zu einer Fasnetshochburg im weiten Umkreis geworden ist. Die IGF ist auch ein Kulturträger, die alte Traditionen erhält und den Namen der Gemeinde Westerheim weit in die Region hinausträgt. Das Motto zum 33. Geburtstag vor elf Jahren lautete „33 Jahre ... ond emmer noid gnuag!“ und man kann heute getrost sagen, dass Westerheims Narren auch nach 44 Jahren noch lange nicht genug haben und keinesfalls müde geworden sind.

 

Die Anfänge der IGF

 

Wie ist nun die IGF vor 44 Jahren entstanden? Am 10. Dezember 1974 hat die Geburtsstunde der IGF Westerheim geschlagen. Die Idee zu einer Vereinsgründung war in einer geselligen Kartenrunde im Herbst 1974 entstanden. Mitglieder des „Rassa-Clubs“ sprachen sich dafür aus, die Fasnet in Westerheim zu fördern und auszubauen. Bei der Gründungsversammlung wurde Anton Walter zum Vorsitzenden gewählt, Manfred Rehm zu seinem Stellvertreter und zum Kassierer. Karl Klöble übernahm das Amt des Schriftführers. Mit Einnahmen aus Kartenspielen wurde die Kasse erstmals gefüllt.

Die Idee kam an, bereits in den ersten Wochen ihres Bestehens konnte die IGF einen regen Mitgliederzuspruch verzeichnen. Dies war auch gut so, denn bereits am 2. Februar 1975 sollte der erste Bürgerball im Gasthaus Rössle über die Bühne gehen. Mit dabei waren damals das „Wanga-Weible“, der Büttel und die fleißigen Putzfrauen mit ihrem frechen Mundwerk. Die neu gegründete Schrezengruppe konnte damals vorgestellt werden. Und mit von Anfang an dabei waren auch die IGF-Sänger, die bis heute das dörfliche und kommunalpolitische Geschehen gesanglich auf die Schippe nehmen.

Im zweiten Vereinsjahr gab es bereits eine große Überraschung: Die Tanzgarde entstand, beim zweiten Bürgerball hatte sie ihren ersten Auftritt. Nach zwei Jahren übernahm Helga Fischer die Leitung, seit drei Jahren trainiert ihre Tochter Elisa Fischer die Gardemädchen. Einige Fasnetsgruppen wurden in die IGF integriert, neue im Laufe der Zeit gegründet. Die 1965 von Anton Fischer sen, Michael Moser und Georg Wiedmann gegründeten Stelzen marschierten mit acht Mann bereits beim ersten Umzug für die IGF am Rosenmontag mit. Heute zählen die Stelzenmänner rund 20 Läufer, die landauf landab bei Umzügen mit dabei sind. Sie zieren das 1987 kreierte IGF-Wappen, sie haben für den Narrenruf „Stelza hoi“ gesorgt.

 

Hellstera-Male 2000 geboren

 

Die Schrezengruppe wuchs im Laufe der Zeit, 1987 erhielten sie neue grüne Overalls mit Glöckchen und 1990 neue, kleinere und tragbarere Masken. Zur Fasnet 2000 kam zur IGF eine neue Maskengruppe hinzu, die „Hellstera-Male“ mit anfangs 35 und heute mehr als 65 Hästrägern. Für flotte Fasnetsmusik sorgen seit Oktober 1992 die Schalmeien, eine Gruppe, die der damalige Vorsitzende Charly Klöble initiiert hatte. Damit für den Nachwuchs in der Tanzgarde gesorgt ist, entstand 1998 die Kindertanzgarde, einige Jahre später eine Jugendgarde. Das Oldie- und Junior-Männerballett ergänzen den Verein, der heute rund 340 Mitglieder zählt, von denen sich etwa 200 aktiv in das närrische Treiben einbringen. Hinzugekommen ist in den 1990er-Jahren die alle zwei Jahre stattfindende Messe für die Narren. Seit etlichen Jahren bringt sich die IGF mit Maskenschnitzen und Wanderungen in das Ferienprogramm der Gemeinde Westerheim ein.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

IGF Westerheim wählt neuen Vorstand

 

(Erschienen 04.04.2018)

Vorstands- und Ausschussmitglieder der IGF nach den Wahlen bei der Jahresversammlung. Die Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim leiten Fabian Frank, Franziska Hohl, Elisa Fischer, Andrey Griegoriev und Tina Walter (vorne von links) sowie Maximilian Hohl, Tim Lang, Andreas Weber, Michael Hummel und Alexander Ramminger.(hinten von links)

(Foto: IGF)

Wahlen und Bestätigungen haben Schwerpunkte der Jahresversammlung der Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim (IGF) gebildet, die unlängst im Rössle stattgefunden hat. Traditionsgemäß startete und endete die Versammlung mit einem kräftigen und dreifachen „Stelza hoi“. Vorstandsmitglied Michael Hummel begrüßte die Mitglieder und Gäste und präsentierte seinen Geschäftsbericht. Er zog für die IGF ein insgesamt positives Fazit. Aktuell hat die IGF 339 Mitglieder, davon sind 183 aktiv in die Westerheimer Fasnet eingebunden.

Bei den von Bürgermeister Hartmut Walz geleiteten Wahlen gab es zwei Veränderungen: Vorstandmitglied und PR-Manager Steffen Schmid stellte sich nicht mehr zur Wahl, seinen Posten übernimmt für zwei Jahre Maximilian Hohl. Schriftführerin Verena Hiller kandidierte ebenfalls nicht mehr. Ihr Amt wird Franziska Hohl ausführen. Sie rückt in die Vorstandschaft auf. Bestätigt als Vorstandsmitglied wurde Andrey Griegoriev als Clubmanager.

Die Kassenprüfer bleiben Wilfried Wiedmann und Bernhard Schweizer. Dem IGF-Ausschuss gehören weiterhin Elisa Fischer, Tina Walter und Tim Lang an, sie wurden von der Versammlung in ihren Ämtern einstimmig bestätigt. Alexander Walter stellte sich als Ausschussmitglied nicht mehr zur Verfügung. Vorstand Hummel dankte den ausgeschiedenen Mitgliedern für ihr Engagement und ihren Einsatz. Den Neugewählten wünschte er Freude und gutes Gelingen bei ihren Aufgaben.

Rückblick auf die Fasnet

Schriftführerin Verena Hiller und Vorstand Michael Hummel blickten auf das Vereinsjahr und die Fasnetsaison zurück und dankten allen Mitgliedern und Helfern das Jahr über. Unter dem Motto „4 mal 11 Jahre – zu jung um alt zu sein“ stand im Jubiläumsjahr 2018 die Westerheimer Fasnet. Höhepunkte bei den Veranstaltungen im Jubiläumsjahr zum 44-jährigen Bestehen der IGF seien die gelungenen Bürgerbälle, der festliche Gottesdienst mit den Narren, eine schöne Kinderfasnet sowie ein farbenprächtiger Rosenmontagsumzug gewesen. Insgesamt war die IGF während der sehr kurzen Fasnet an 14 Auswärtsterminen vertreten. Die IGFler nahmen an acht Umzügen und fünf Brauchtumsabenden teil. Hummel erläuterte noch kurz die Veränderungen an der Fasnet mit dem neuen Sicherheitskonzept.

Die Schriftführerin berichtete von sechs Ausschusssitzungen, von zwei Sitzungen der Gruppenleiter, einer Klausurtagung und einem Treffen mit den Gastwirten zur Planung der Fasnet. Ferner erinnerte Verena Hiller an Geschehnisse und Ereignisse das Jahr über: so an den Kinderausflug nach Bad Urach, an die Nachtwanderung und das Maskenbasteln mit den Kindern im Rahmen des Sommerferienprogramms, an den Vereinsausflug nach Esslingen und Fellbach, das Oktoberfest im Festzelt sowie den Fasnetauftakt am 11. 11. auf dem Sellenberg.

„Immer mehr Ausgaben“

Vereinskassierer Andreas Weber legte in seinem Kassenbericht ordentliche Zahlen vor, denn die IGF konnte einen Gewinn einfahren. Doch Weber stellte klar: Der Trend gehe klar „in immer höhere Ausgaben und weniger Einnahmen.“ Investitionen seien vor allem in den Schuppen geflossen. Kassenprüfer Bernhard Schweizer bestätigte eine tadellose Kassenund Buchführung und dankte Andreas Weber für die sehr gute Arbeit, die er leiste. Er bedankte sich bei den Vorstandsmitgliedern für ihr klasse Engagement.

Es folgten die Berichte der Gruppenleiter zu den verschiedenen Gruppierungen innerhalb der IGF: Die Zahl der Gardemädchen wird zur nächsten Saison von 19 auf 18 sinken. Sie treffen sich zum Training mehrmals das Jahr über. Nichts Neues gab es von den Stelzenmännern. Die 20 Schrezen dürfen mit zwei Neuzugängen rechnen. Die Schalmeien zählen 22 Mitglieder, die Helmis um das Hellstera-Male 81. Die zehn IGF-Sänger um Klaus Ascher und Joachim „Jojo“ Maier haben ein neues Probelokal bei Jochen Walter gefunden. Beim Männer-Ballett Junior laufe alles wie gehabt. Zu erfahren war bei der Jahresversammlung noch, dass 44 Kinder bei der Maskenprämierung zum Thema „Im Schloss“ teilgenommen haben. Lob erhielten die „Mega-Oldies“ vom Männerballet für ihren Tanz bei den Bürgerbällen. Der Schuppenwart Jochen Walter ließ wissen, dass der neue Schuppen gerade voll ausgebaut werde und im Frühjahr fertiggestellt sei. Dann gehe es an das „Ausmisten“ der anderen Schuppen.

Lob für Westerheims Narren

Bürgermeister Hartmut Walz fand es toll, dass so viele engagierte Mitglieder bei der IGF mitwirken und die Westerheimer Fasnet aufrecht erhalten und bereichern. Die Fasnet 2018 sei sehr gut verlaufen und das neue Sicherheitskonzept habe sich bewährt, meinte Walz. Er lobte die Leistungen der einzelnen Gruppen im Verein und das gute Miteinander der Westerheimer Vereine gerade bei den Großveranstaltungen. Der Bürgermeister beantragte die Entlastung der Vorstandschaft, die dann einstimmig ausfiel.

Es galt bei der Versammlung noch die IGF-Gruppenleiter zu bestätigen, was durchweg einstimmig der Fall war. Die Stelzen leiten weiterhin Patrick Rehm und Julian Rehm, die Schrezen Lena Reif und Rainer Schäftner und die Hellsteramale Tim Lang und Martina Stehle. Der Tanzgarde steht Elisa Fischer vor und den Schalmeien Anja Tritschler und Heike Claß. Das Männerballet Junior führt Marc Rehm und das der Oldies Tim Lang. Die Kindergarde betreut Tina Walter. Schuppenwarte sind Jochen Walter und Wendelin Rauschmaier. Für die Kinderfasnet organisieren Manuela Kramer, Sandra Kneer, Anja Weber, Anja Lang und Daniela Kohlberger. Für die IGF-Sänger zeichnen sich Klaus Ascher und Joachim Mayer verantwortlich.

Eine Satzungsänderung bei der Ehrenordung wurde einstimmig vollzogen, bei der ein Passus eingefügt wird: So erhalten künftig Mitglieder die Ehrennadel in Silber mit goldenem Diamantschliff für eine für 44-jährige Mitgliedschaft gerechnet ab dem 14. Lebensjahr.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Ganz Westerheim steht am Rosenmontag kopf

 

(Erschienen 12.02.2018)

Bei dem Fasnetsumzug am Rosenmontag in Westerheim war jede Menge los.

 

Fotos: Hansjörg Steidle

99 Gruppen zum 44. Geburtstag: Das trifft für die IGF Westerheim zu, die in ihrem 44. Jahr genau 99 Zünfte und Fanetsgruppen zum Rosenmontagsumzug willkommen heißen durfte. Und das natürlich mit einem kräftigen Stelza hoi, das die Moderatorinnen Selma Rehm, Elisa Fischer sowie Sonja Büdinger und Monika Baumeister im Ortskern immer wieder herausforderten. Das Wetter spielte gut mit, weil Pfarrer Karl Enderle auf dem Festwagen beim Haus des Gastes die Schirmherrschaft übernommen hatte. Nur zwischendurch gab es mal ein leichtes Schneegestöber.

 

In bester Fasnetsstimmung waren die rund 3500 Hästräger und die vielen Zuschauer am Straßenrand, als sich der lange und farbenprächtige Bandwurm durch den Ort schlängelte. Diesen führte traditionsgemäß die gastgebende Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim mit ihren Stelzenläufern und der Kindertanzgarde an, gefolgt von den „Stoiriegel-Goischter“ aus Berkheim und den Kindergartenkindern Westerheims, die als Gardemädchen und Stelzenbuben kamen. Weit vorne im Zug dabei waren auch die eher sanften als gefürchteten Egelseepiraten.

 

Narren aus allen Himmelsrichtungen gaben sich ein Stelldichein in der Narrenhochburg Westerheim, so auch die Hinterhau-Geister aus Heroldstatt und die Pfingstlümmel aus Hohenstadt, für die der entmachtete Schultes Günter Riebort das Täfelchen tragen musste, was dieser auch gerne und ehrwürdig tat. Immer wieder gab es Pyramiden und Einlagen der Hexen, Geister, Teufel und Weiber zu bestaunen. Riesige Wagen fehlten nicht, auch nicht die passende Fasnetsmusik, für die viele Kapellen, Gugga-Musiker und Fanfarenzüge zuständig waren.

 

Westerheimer Vereine und Gruppen mischten sich in den Rosenmontagumzug, so die Hudelwisch-Weiber, die IGF-Hexen, die Peitschenknaller vom Albverein oder die Höhlenbären, aber auch die Rekruten als Ägypter. Sie bildeten den krönenden Schluss eines grandiosen Zugs, zusammen mit den Schalmeien, Gardemädchen und Maskengruppen des IGF.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Westerheims Kindergartenkinder kommen als Gardemädchen und Stelzenbuben

 

(Erschienen 08.02.2018)

Alle Jahre wieder sind die Westerheimer gespannt, wie verkleidet die Kindergartenkinder am „Glombiga Doschdeg“ aufmarschieren und welche Späßchen sie mit Pfarrer und Schultes so treiben. In diesem Jahr zogen die Jungen und Mädchen von der Arche Noach und vom Haus für Kinder als Gardemädchen und als Stelzenbuben zum Rathaus und Pfarrhaus, um Bürgermeister Hartmut Walz und Pfarrer Karl Enderle abzuholen. Mit diesem zog dann die gut gelaunte Kinderschar zum Kirchplatz, wo schon viele Eltern, Großeltern, Geschwister und viele andere Gäste warteten. Denn sie wollten das bunte Treiben der Kinder und ihrer Erzieherinnen verfolgen. Warum kamen die Jungs und Mädels nun als Gardemädchen und Stelzen? Klare Sache: Weil die IGF Westerheim in diesem Jahr ihren 44. Geburtstag feiert und sie dem Westerheimer Fasnetsverein zu dem Jubiläum unbedingt gratulieren wollten. Kindergartenleiterin Sonja Hartig begrüßte die vielen Gäste mit den Worten „Endlich wieder isch soweit, dui wonderscheana Fasnetszeit. Mit dem Herr Pfarrer und Herr Bürgermeister wollet mir wieder Spässla macha, da gibt’s ganz viel zum Lacha“. Recht hatte Sonja Hartig, denn Schultes und Pfarrer mussten sich vielen Prüfungsaufgaben zur IGF stellen: Quizfragen beantworten, sich sportlich und beweglich zeigen und Fasnetsutensilien erkennen und erläutern. Seitens der IGF standen helfend zur Seite Anja Tritschler (Schalmeien), Rainer Schäftner (Schrezen), Steffen Striebel (Stelzen), Monika Brosch (Hellstera) und Carina Gutbrod (Garde). Die Kinder machten bei den Demonstrationen gut mit, tanzten und sangen auch einige Lieder. Was nicht fehlen durfte: ein Geburtstagsständchen und ein Geburtstagskuchen für die Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim zum 44. Wiegenfest. Mit Geschenken an Pfarrer und Schultes und einem Abschlusstanz zum „Fliegerlied“ endete das nette närrische Treiben der Kindergartenkinder. Danndurften ich die Kinder noch stärken, bevor es nach Hause ging. Fotos: Hansjörg Steidle

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

"Jedes Puzzleteil ist einzigartig und unersetzlich"

Ergreifender Gottesdienst zur Fasnet mit der IGF in der Westerheimer Christkönigskirche

 

(Erschienen 05.02.2018)

Junge Mitglieder der Interessengemeinschaft Fasnet und die IGF-Sänger bildeten bei der Messe für Narren in der Christkönigskirche einen Chor und trugen ein Lied vor. Aus vollen Kehlen und erfrischend sang die kleine Sängerschar.

 

Foto: Steidle

„Ein Puzzlespiel gelingt nur, weil passende Teile zusammenhalten. Und kein Puzzleteil darf fehlen.“ Dies unterstrich Theresa Slavik von der Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim bei einem ergreifenden und festlichen Gottesdienst in der Christkönigskirche zum 44-jährigen Bestehen des Vereins.

 

Sehr gut besucht war, wie bereits kurz berichtet, die Messe am Samstagabend mit und für die Narren, bei der verschiedene Gruppierungen der IGF mitwirkten. IGF-Mitglieder wie auch Pfarrer Karl Enderle machten mit Blick auf die Puzzleteile deutlich, wie wichtig und einzigartig jeder einzelne Mensch in einem Verein oder in einer Gemeinschaft ist.

 

In einem Anspiel erzählte Theresa Slavik die Geschichte von einem verloren gegangenen kleinen Puzzleteil, das im Staubsauger landete. Unvollständig blieb deshalb das Puzzle und verlor an Wert und Beachtung. Davon ausgehend meinte sie: „Jedes Puzzleteil braucht, um Halt zu finden, ein, zwei oder drei Teile, mit dem es engeren Kontakt hat.“

 

Dieses Bild übertrug sie auf die Menschen und auch auf die IGF: „Wir sind eine Gemeinschaft. So wie kein Puzzleteil genauso aussieht wie das andere, so ist jeder Mensch einzigartig. Jeder Mensch trägt mit seinen Talenten und Fähigkeiten dazu bei, dass die Gemeinschaft funktioniert, sprich das Puzzleteil zusammenhält.“ Ein Puzzleteil bilde auch Gott, unterstrich Theresa Slavik.

 

Der Reihe nach stellte sie die verschiedenen Gruppen der IGF vor, die trotz ihrer Unterschiedlichkeit eine Einheit und eine Gemeinschaft bilden und sich ergänzen: Die Gardemädchen sind schön anzusehen und begeistern mit ihren Tänzen. Die Stelzen sind das Wahrzeichen des Vereins und jeder kennt sie. Die Schrezen mit ihren bunten Flecken und lauten Glocken und riesigen Masken bereichern von Anfang an die Westerheimer Fasnet. Die Schalmeien stehen für gute Musik und Fröhlichkeit. Die Hellstera-Male begeistern mit ihren schönen Holzmasken und Maskentänzen und haben viel kleine Helmis in ihren Reihen. Jeweils ein Gruppenträger trug während der Präsentation ein Puzzleteil zum Altar und ließ das Puzzle gelingen, auf dem dann zu lesen war: „Gemeinschaft 44 Jahre IGF“.

 

Kinder singen erfrischend

 

Bei dem von Theresa Slavik und Silvia Stehle vorbereiteten Gottesdienst zur Fasnetszeit wirkten die Schalmeien um Heike Class und Anja Tritschler mit, ferner die IGF-Sänger um Joachim „Jojo“ Maier und Klaus Ascher. Die Schalmeien begleiteten die Gemeinde etwa bei den Liedern „Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen“, „Immer auf Gott vertrauen“ und dem „Lied der Freundschaft“, ferner ließen sie die Stücke „Das ist der Moment“ „The way old friends do“ oder „I will follow him“ erklingen. Die IGF-Sänger sangen voller Inbrunst die Lieder „Echte Freunde“, „Es lebe die Freundschaft“ und als Höhepunkt mit einer heiteren Schar an jungen und netten Narren das Lied „Seite und Seite.“ Herzergreifend, liebevoll und lautstark drang der erfrischende Song aus den Kehlen der Kinder.

 

Gelungen war die Büttenpredigt von Pfarrer Karl Enderle, der das Wirken der IGF inWesterheim zu würdigen wusste und verdeutlichte, dass Frohsinn und Heiterkeit zum christlichen Leben und Glauben gehöre. Zum Erfolg der IGF im Ort sagte er: „Die IGF hat die Westerheimer Fasnet gerettet, da haben viele damals falsch gewettet. Und heute sind wir alle darüber froh, drum sag’ ich Stelza hoi und Horrido.“ Mit Blick auf den Rosenmontag meinte der Pfarrer anerkennend: „Vereine und Zünfte zu hundert an der Zahl bringen zusammen den Berg und das Tal. Bunt kostümiert sind klein und groß. Rosenmontag in Westerheim ist wirklich famos.“

 

Mitglieder des Vereins trugen noch Fürbitten und weitere besinnliche Gedanken vor und dankten für die 44-jährige Freundschaft und Kameradschaft in der IGF. Pfarrer Karl Enderle erhielt für seine Büttenpredigt viel Applaus und am Ende des Gottesdienstes aus den Händen der IGF-Vorsitzenden Michael Hummel und Steffen Schmid den neuen Fasnetsorden umgehängt. Den von Helga Fischer entworfenen Orden ziert das Wappen der IGF mit Stelzenmann und Gardemädchen mit dem Schriftzug „4x11 – zu jung, um alt zu sein.“ In seinen Dankesworte an Pfarrer Enderle und die vielen Mitwirkenden zum Fasnets-Gottesdienst meinte Steffen Schmid: „Wo keine Gemeinschaft ist, da kann auch keine Freundschaft sein.

 

Zum Abschluss der Messfeier in der Christkönigskirche unter dem Motto „Sei auch Du ein Teil der Gemeinschaft“ zeigte Pfarrer Karl Enderle augenzwinkernd noch kurz auf, für was die Buchstaben „IGF“ noch stehen könnten, sehr zur Freude der vielen Gottesdienstbesucher und der IGF-Mitglieder: „Im Flecke gewachsen“, „Immer gut drauf“, „Interessengemeinschaft Fröhlichkeit“, „Im Großen und Ganzen fromm“, „In guter Form“, „In Gott fest verwurzelt“ und „Ich geh’ feiern“. Mit dem letzteren Satz drückte er aus, dass er jetzt zum Bürgerball in die Albhalle schreite.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Mit super Showtanz enden grandiose Bürgerbälle

Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim bietet in ihrem Jubiläumsjahr eine Riesenparty mit tollen Einlagen

 

(Erschienen 04.02.2018)

Abschluss einer großartigen Show bei den IGF-Bürgerbällen in der Narrenhochburg Albhalle.

 

Foto: Steidle

Mit einem grandiosen Showtanz zum Titel „Das ganze Leben ist ein Quiz“ endeten die Jubiläums-Bürgerbälle 2018 der IGF Westerheim. 

 

Foto: Steidle

Spielfreudige Schalmeien, hervorragend tanzende Gardemädchen, hüpfende Mega-Oldies in super Form, gut gelaunte Sänger, schaumende Jungs und klasse Hellstera-Male bei einem Maskentanz, das und noch viel mehr ist bei den Bürgerbällen der Interessengemeinschaft Fasnet (IGF) Westerheim am Freitag und Samstag in der Narrenhochburg Westerheim zu erleben gewesen.

 

Hinzu kamen ein lustiger Fußtanz der Schrezen, ein köstlicher Idiotentest, Stelzen auf Bauplatzsuche, die Juniors als fesche Holzfäller, fröhliche Rekruten als Ägypter und ein wortgewandter Manfred Kurzhals in der Bütt. Es waren einmal mehr super Bürgerbälle, die die IGF in ihrem Jubiläumsjahr mit ihren vielen Gästen in der Albhalle feierte.

 

Unter dem Motto „Vier mal elf – zu jung, um alt zu sein“, stand die große Geburtstagsparty der IGF anlässlich ihres 44-jährigen Bestehens und die rund 150 Aktiven präsentierten sich jung und frisch, und das auch die Mega-Oldies bei ihrem Ballett zu „Dancing Queen“. Die 1970er-Jahre brachte die Gruppe um Trainerin Helga Fischer und Gruppenleiter Manfred Kurzhals zurück auf die Bühne und landete mit ihrer Tanzdarbietung einen Volltreffer.

 

Eröffnet haben die Bürgerbälle mit flotten Weisen die Schalmeien und der IGF-Vorsitzende Michael Hummel, der den vielen Narren viel Spaß und Freude wünschte, was diese offensichtlich auch hatten. Elisa Fischer als Garde-Girl und Steffen Schmid als Fasnetsman im Stil von Supergirl und Superman hießen das Narrenvolk ebenfalls willkommen und erinnerten in einem kurzen Film an die schwierigen Anfänge der IGF 1974, als man dem Verein keine große Zukunft voraussagte.

 

Dann wirbelten und tanzen 21 Mädchen der Kinder- und Jugendtanzgarde in tollen von Tina Walter und Anja Walter entworfenen Kostümen zum Thema „Die Feuerteins“. Die Kinder saßen zunächst gemütlich ums Lagerfeuer, ehe sie loslegten und einen sehenswerten Tanz mit einer von Tina Walter erdachten tollen Choreografie hinzauberten, wofür sie viel Beifall bekamen.

 

Es folgte die politische Büttenrede von Manfred Kurzhals, der kein Blatt vor dem Mund nahm und deutlich sagte, was er von den Bundespolitikern und den Koalitionsverhandlungen hält. Eine Premiere gab es dann bei der Jubiläumsveranstaltung, denn Sophie Walter trat als nettes Tanzmariechen in Aktion und begeisterte mit ihrem von Elisa Fischer ausgedachten Tanz zum Musikstück „Virus“, bei dem sie die Beine und Hände in alle Richtungen bog.

 

Selma Rehm wartete mit ihren Schrezen mit einem Geburtstagsständchen für die IGF auf, bei dem das „Schrezle Schätzle“ als sprechende Puppe nicht so recht die passenden Geburtstagslieder vorschlug. Puppen sangen und tanzen vor einem Vorhang, ehe mit dem obligatorischen Gardetanz ein Augenschmaus geboten war. In ihrem blau-weißen Outfit tanzten die zwölf Mädchen zu einem Medley von Grand-Prix-Siegern gekonnt und schwungvoll und holten sich den verdienten Beifall nebst Jubelrufen.

 

IGF-Sänger mit Lobliedern

 

Viel Applaus gab es auch für die IGF-Sänger, die die kommunalpolitischen Ereignisse im Flecka gesanglich auf die Schippe nahmen, die aber auch ein Loblieb auf den scheidenden Albhallen-Gastwirt Michel und den in Ruhestand getretenen Dirigenten Fritz Kneer sangen, der jetzt lieber im Hallenbad seine Längen schwimmt. Die Sängerschar um Joachim „Jojo“ Maier, Klaus Ascher und Thomy Walter wussten nicht, wo Brezel und Wecken in Westerheim zu kaufen. Sie machten sich lustig über die Flut an Supermärkten und die vielen Umfragen in den Läden . Sie zogen aber auch über das Sitzungsgeld und die Diäten der Westerheimer Räte her und huldigten dann dem Ehrenamt.

 

Einfach köstlich war der „Idiotentest“, dem sich die Bankräuber vom Bürgerball 2016, Julia Mayer und Svenja Troll, unterziehen mussten. Der Prüferin Frederike Strohrock in der Person von Theresa Slavik mussten sich die jungen Räuberinnen stellen und einen Zurechnungsfähigkeitstest packen. Doch das ging in die Hosen, die beiden süßen Räuberinnen trieben mit ihren Witzen und ihren Antworten die Lehrerin fast zur Verzweiflung. Lustig war auch der Sketch zur „Bauplatzsuche“, bei dem Daniel Ramminger, Daniel Priel, Felix Oberenzer, Julian Rehm, Maximilian Hohl und Vorstandsmitglied Andrej Grigoryev mitwirkten. Redliche Westerheimer Bürger kamen bei der Vergabe nicht zum Zuge, wohl aber ein Donnstetter in der Person von Dennis Aufrecht.

 

Tolle Stimmung kam bei einer Schalmeien-Show auf, bei dem ein Potpourri aus alten Schlagern und Fasnetsliedern zu hören war. Schunkeln war dann mit der Band Charly Feelgood angesagt, die auch noch im Anschluss an die Bälle toll aufspielte und zum Schunkeln und Tanzen einlud. Ein Klassiker erlebte bei den Bürgerbällen ein Revival, der vor genau elf Jahren zur 33. Auflage schon mal aufgeführt wurde. Als die „Schaumaboys“ wuschen sich übereifrig Oliver Slavik, Jochen Walter, Thomy Walter, Andy Walter, Stephan Stehle, Thilo Rehm und Bernd Striebel ihre Haarpracht.

 

Der Maskentanz der Hellstera-Male war gekonnt, die seit der Jahrtausendwende die Westerheimer Fasnet bereichern. Unter der Regie von Bettina Kneer war es ein klasse Tanz der Maskenträger, der mit einer gekonnten Pyramide endete. Erneut traten „Thomy & friends“ in Aktion, diesmal als Blasmusikanten in einem Musikauto. Auf ihrer Fahrt stießen sie auf manche Tiere, die sie nachahmten. Als Holzfäller marschierten die Aktiven des Junior-Balletts auf und sägten und tanzten um die Wette. Jelena Hummel, Mona Hummel und Christina Deppert hatten die Holzfäller gut geschult.

 

Rekruten kommen als Ägypter

 

Gespannt waren die begeisterten Zuschauer in der Halle, wie die Rekruten des Jahrgangs 1997/98 aufmarschieren. Als Ägypter tauchten sie auf, zusammen mit ihrer hübschen Kleopatra, die ein Bad auf der Bühne mit allerlei köstlichen Zutaten nehmen wollte. Die Badewanne war allerdings leck, ein Klempner musste her und dann begann der große und gelungene Tanz der Ägypter.

 

Mit einem grandiosen Showtanz zum Titel „Das ganze Leben ist ein Quiz“ endeten die Jubiläums-Bürgerbälle 2018, bei dem ein Träumer Millionär werden möchte, doch in verschiedenen Spielshows er kein Glück hat. Nicht einmal bei „Herzblatt“ bekommt er eine der drei bezaubernden Damen (die tolle Tini, die fesche Franzi und die niedliche Nina) ab. Am Ende steigt er in ein Taxi – natürlich in das Quiz-Taxi. Weder Glück im Spiel, noch in der Liebe, so ist das nun mal im Leben. Mit der Erkenntnis „das ganze Leben ist ein Quiz und wir sind nur die Kandidaten“ zieht der Träumer von dannen.

 

Den Showtanz hatte Elisa Fischer mit ihrer Garde einstudiert, die fantastischen Kostüme Helga Fischer genäht. Der Auftritt bildete einen krönenden Abschluss unter tolle Bälle einer IGF, die in ihrem 44. Jahr wahrlich zu jung ist, um alt zu sein.

 

Viele weitere Fotos zu den tollen IGF-Bürgerbällen finden sie im Internet unter hier

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

IGF rettet die Westerheimer Fasnet

Bei heiterer Kartenrunde entstand Idee, einen Fasnetsverein zu bilden - Anfang der Ingteresengemeinschaft war hart und steinig -  Erster Bürgerball im Jahr 1975

 

(Erschienen 30.01.2018)

IGF-Gründungsmitglied Anton Walter mit einer Fasnetshexe.

 

Foto: Steidle

Die Bürgerbälle der IGF Westerheim am Freitag und Samstag, 2. und 3. Februar, in der Narrenhochburg Albhalle stehen im Zeichen des 44-jährigen Bestehens des Narrenvereins. Über die Anfänge der IGF sprach SZ-Redakteur Hansjörg Steidle mit Gründungs- und Ehrenmitglied Anton Walter. Er war der erste Vorsitzende der IGF. Mit sechs weiteren Kameraden gründete er am 10. Dezember 1974 die Interessengemeinschaft, die im Jahr 1989 zu einem eingeschriebenen Verein wurde.

 

Herr Walter, wie war es um die Fasnet in Westerheim vor Gründung der IGF bestellt?

 

 

Nach dem Wiederaufbau Westerheims kam die Fasnet so langsam wieder ins Rollen, alte Traditionen wurden aufgegriffen. In den 60er-Jahren zog noch die sogenannte blaue Truppe mit ihrem Esel durch den Flecken, später auch die Stelzenmänner um Michael Moser, Georg Wiedmann und Anton Fischer, die sich aus Westerheimer Handwerkern zusammensetzten. Sie sorgten dafür, dass die Fasnet erhalten blieb und dann eine Wiederbelebung erfuhr. Sie organisierten mit den Rekrutenjahrgängen etwa den Umzug am Rosenmontag. Dieser stand für 1975 auf der Kippe, da Stelzen wie Rekruten keine richtige Lust für das närrische Treiben entwickeln wollten. Ein Fortbestand der Westerheimer Fasnet war in Gefahr.

 

Da mussten Sie und weiter Mitstreiter handeln?

 

Ja, unbedingt. Die Westerheimer Fasnet lag uns am Herzen. Sie durfte nicht sterben, sie musste weiter leben. Wir mussten reagieren und die Fasnet auf feste und geordnete Beinen stellen. Die Idee zu einer Art Vereinsgründung war in einer geselligen Kartenrunde im Herbst 1974 im Gasthaus Hirsch entstanden. Unser sogenannter „Rassa-Clubs“ sprach sich dafür aus, die Fasnet in Westerheim zu fördern und auszubauen. Wir legten einen Termin für eine Vereinsgründung fest.

 

Wann und wie schlug dann die Geburtsstunde der IGF?

 

Diese erfolgte am 10. Dezember 1974 im Sportheim mit dem Ziel, die Fasnet und den Rosenmontagsumzug für 1975 zu retten. Wir waren damals sieben Männer. Jeder von uns war bereit, den Posten anzunehmen, der ihm bei geheimen Wahlen übertragen wurden. Bei der Gründungsversammlung wurde ich zum Vorsitzenden gewählt, Manfred Rehm zu meinem Stellvertreter und zum Kassierer. Karl Klöble übernahm das Amt des Schriftführers. Zu Beisitzern gewählt wurden Fritz Baumeister, Karl Bernhard, Werner Goll und Gebhard Moser. Sechs Wahlrunden waren abgeschlossen und sechs Posten belegt, als zum Schluss noch der Vorsitzende zu wählen war. Es war dann klar, dass ich die neue Interessengemeinschaft leiten sollte. Bei sechs Ja-Stimmen wählten mich die Kameraden zum Vorsitzenden der IGF.

 

Wie waren die Anfangsjahre nach der doch schweren Geburt?

 

Der Anfang war schwer und hart, ja sogar steinig. Es wurden durchaus Stimmen laut, die unserer Gruppe keine lange Zukunft voraussagten. Sie prophezeiten uns ein baldiges Aus. Wir mussten uns im Ort erst einmal behaupten und durchsetzen und Überzeugungsarbeit leisten. Mit Einnahmen aus den Kartenspielen wurde die Kasse erstmals gefüllt. Mit Bettelbriefen baten wir um Geldspenden. In den ersten Wochen konnten wir bereits einen regen Mitgliederzuwachs verzeichnen. Die Anfangsjahre bargen für mich auch ein Risiko. Wir waren lange kein eingeschriebener Verein und ich haftete mit meinem Privatvermögen.

 

Was war zunächst anzuschaffen?

 

Wir benötigten dringend neue Stelzen für junge Stelzenläufer, die habe ich in Göppingen und Ehingen besorgt. Die waren für unser neue junge Truppe viel zu lang. Ich kann mich noch gut erinnern, wie die jungen Leute vom Flachdach meiner Garage auf die Stelzen stiegen und sich an den Wänden entlang hangelten. Sie mussten üben, immer wieder fiel einer zu Boden. Später hat Hans Moser für uns die Stelzen gezimmert.

 

Ein Höhepunkt der Westerheimer Fasnet sind die Bürgerbälle? Wie sind sie entstanden?

 

Bereits am 2. Februar 1975 fand der erste Bürgerball unter der Regie der IGF im Rössle-Saal statt. In die Bütt stiegen damals Bernhard Walter als „Wanga-Weible“ und Eberhard Walter als Fußballer sowie Gebhard „Jessy“ Moser. Putzfrauen und Klatschweiber spielten damals Helga Knupfer und Martha Baumeister. Charly Klöble hielt eine Bettelpredigt. 1975 entstand die IGF-Tanzgarde, die zunächst Frau Weber aus Mühlhausen leitete. Die Bürgerbälle sind heute fester Bestandteil der Fasnet mit weit mehr als 100 Aktiven.

 

Sie leiteten bis 1989 die IGF. Sind Sie heute stolz auf das Erreichte?

 

Unbedingt. Wenn man bedenkt, dass die IGF mal gerade mit sieben Mann startete und heute gut 300 Mitglieder bei rund 180 Aktiven zählt, darf ich ein bisschen stolz sein. Die Westerheimer Fasnet ist aus dem Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken. Sie erfreut sich großer Beliebtheit und lockt immer mehr Gäste an. Das ist schön und lässt mein Herz als Gründungsmitglied höher schlagen. Wir hatten nie gedacht, dass mal mehr als 100 Vereine und Zünfte zum Rosenmontagsumzug kommen.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

IGF-Bürgerbälle als bunte Mischung aus Altem und Neuem

Die Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim feiert ihren 44. Geburtstag - Närrisches Programm am Freitag und Samstag in der Albhalle

 

(Erschienen 29.01.2018)

Die Gardemädchen der IGF bei ihrem Showtanz bei den Bürgerbällen im vergangenen Jahr.

 

Foto: Steidle

Elisa Fischer und Steffen Schmid moderieren erneut die Bürgerbälle der IGF in der Albhalle.

 

Foto: Steidle

Die Bürgerbälle der Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim sind in diesem Jahr besondere. Der Grund: Die IGF wird 44 Jahre alt, und da die Narren in Elfer-Schritten ihre runden Geburtstage feiern, steht in diesem Jahr ein Jubiläum ins Haus. Deshalb soll beim bunten Fasnetsprogramm bei den IGF-Bürgerbällen am Freitag und Samstag, 2. und 3. Februar, auch an die langjährige Geschichte der Interessengemeinschaft erinnert werden. Fasnetshöhepunkte vergangener Jahre erleben auf der Bühne der Albhalle ein Revival.

 

„Wir präsentieren unseren Gästen ein buntes Programm aus Altem und Neuem und wollen gemeinsam das Glas auf den 44. Geburtstag der IGF erheben“, sagt Steffen Schmid, Vorstandsmitglied der IGF. Bei dem etwa vierstündigen Programm dürfen sich die Narren im Saal auf eine bunte Mischung aus Tanz- und Musikeinlagen freuen, ferner auf zwei Büttenreden, jede Menge Sketche und viele Witze. Erneut werden Elisa Fischer und Steffen Schmid als Moderatoren des Abends durch das närrische Unterhaltungsprogramm führen, bei dem die Westerheimer Band Charly Feelgood den musikalischen Akzent setzt.

 

Neu im Jubiläumsprogramm ist der Auftritt eines jungen Tanzmariechens. Diesen Tanz hat in früheren Jahren sehr zur Freude des Narrenvolks immer wieder mal Benno Kneer aufs Parkett gezaubert. An frühere Bürgerbälle erinnern die Mega-Oldies um ihre Trainerin Helga Fischer – die Oldies von einst.

 

In die Bütt steigen in diesem Jahr Manfred Kurzhals und Klaus Ascher. Während Kurzhals die Bundespolitik durch die Narrenbrille beleuchtet, nimmt Ascher als „Fleckaspion“ das kommunalpolitische Geschehen auf die Schippe. Dieses besingen auch die IGF-Sänger um Joachim „Jojo“ Maier (Gitarre) und Klaus Ascher (Keyboard); doch noch weitere Geschehen im Flecka und in den Vereinen sind Teil ihres heiteren Gesangs.

 

Nicht fehlen bei den Bürgerbällen dürfen die Tänze der Kinder- und Jugendgarde sowie der Gardemädchen. Gespannt darf man dabei insbesondere auf die Showtänze und das Outfit der kleinen wie größeren Tänzerinnen sein. Elisa Fischer hat mit den aktiven Gardemädchen intensiv geübt und mit ihren Schützlingen eine tolle Choreografie erarbeitet; ihr Showtanz bildet wie in den Vorjahren wohl wieder den krönenden Abschluss des Programms.

 

Hinzukommen einige Sketche, Tänze und humorvolle Einlagen der IGF-Gruppierungen, aber auch ein Brauchtumstanz von Schrezen und Hellstera-Male sowie die stimmungsvolle Musik der Schalmeien. Zwischen und nach den Beiträgen darf geschunkelt, gehüpft und getanzt werden. Einen wichtigen Beitrag zu den Bürgerbällen liefern alljährlich auch die Rekruten der Gemeinde, in diesem Jahr sind die 28 Rekruten des Jahrgangs 1997/98 um Franziska Rehm und Uli Priel an der Reihe. Ihr Beitrag ist ein streng gehütetes Geheimnis, das erst am Freitagabend gelüftet wird.

 

Das Vorstandstrio des Vereins aus Michael Hummel (Administrator), Steffen Schmid (PR-Manager) und Andrey Grigoriev (Club-Manager) stellt den neuen Fasnetsorden der IGF zum Jubiläumsjahr vor. Die drei größten Gruppen unter den Zuschauern am Freitagabend erhalten Geschenke, so ein Spanferkel, Fässchen Bier und Sekt. In den vergangenen Jahren stellten meist die Ministranten und die Pfingtslümmel aus Hohenstadt die größten Gruppen.

 

Die Bürgerbälle der IGF Westerheim steigen am Freitag und Samstag, 2. und 3. Februar, jeweils um 20 Uhr in der Narrenhochburg Albhalle. Für die Aufführung am Samstagabend gibt es noch Restkarten, für den Freitagabend ebenso. Karten können wie gehabt bei Elisabeth Walter unter Telefon 07333 / 6558 bestellt und gekauft werden.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Garde der IGF Westerheim tanzt auf Platz drei

Starke Konkurrenz beim Wetttanzen des Narrenvereins Rauchkatzen u. Ho. in Stetten unter Holstein

 

(Erschienen 22.01.2018)

Die Tanzgarde der IGF Westerheim schaffte beim Wetttanzen in Stetten unter Holstein einen tollen dritten Platz.

 

Foto: Elisa Fischer

Die Tanzgarde der Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim (IGF) hat zum dritten Mal am Wetttanzen des Narrenvereins Rauchkatzen u. Ho. in Stetten unter Holstein teilgenommen. Bei dem anspruchsvollen Wettbewerb schafften die Gardemädchen aus Westerheim den tollen dritten Platz.

 

Spagate knallen auf den Bühnenboden, Beine schwingen durch die Luft und Federhüte wippen im Takt zur Musik. So geht es zu, wenn in Stetten unter Holstein zehn Garden alles geben, um den diesjährigen Wettbewerb im Garde- und Showtanz für sich zu entscheiden. Auch die zwölf Gardemädchen der IGF Westerheim boten ihren aktuellen Gardetanz dar, den ihre Trainerin und Betreuerin Elisa Fischer choreographiert und mit ihnen trainiert hatte.

 

Sechs weitere Tanzgarden galt es in der Kategorie „Marschtanz“ zu schlagen, darunter Garden aus Trochtelfingen, Steinhilben und Ringingen. „Beim Gardetanz kommt es auf die Exaktheit und die synchrone Ausführung der Bewegungen an“, betont die Trainerin. „Und natürlich sollten keine Fehler gemacht werden, auch wenn die Aufregung groß ist“, ergänzt sie.

 

Der spannende Wettkampf wurde von einer fünfköpfigen fachkundigen Jury bewertet und die Mädchen aus Westerheim konnten mit 196 Punkten den dritten Platz belegen. „Wir waren sehr aufgeregt vor unserem Auftritt und sind jetzt wahnsinnig glücklich über die gute Platzierung“, sagten die Mädchen mit Blick auf die Konkurrenz. Am vergangenen Sonntag waren die Gardemädchen aus Westerheim beim großen Narrensprung des Alb-Donau-Rings (ADR) in Blaubeuren bei den gastgebenden Feuerteufeln aus Gerhausen zu Gast.

 

In zwei Wochen finden in Westerheim die Bürgerbälle der IGF statt, wo die Mädchen nicht nur mit ihrem Gardetanz, sondern auch mit einem neuen Showtanz das Publikum begeistern werden. „Die Mädchen sind super drauf und gut vorbereitet auf unsere beiden Bälle, was sie in Stetten schon bewiesen haben“, lobt Trainerin Elisa Fischer ihre insgesamt 19 Tänzerinnen und freut sich auf die närrischen Tage in Westerheim.

 

Die Westerheimer Fasnet kommt an diesem Donnerstag, 25. Januar, im Ort in Schwung. Am Abend stellten die Rekruten die Fasnetshexe beim Haus des Gastes auf, genau dort wo bislang der Weihnachtsbaum die Ortsmitte zierte. In den vergangenen Wochen war der Rekrutenjahrgang fleißig im Einsatz, um die Symbolfigur der Westerheimer Fasnet zu schaffen. Anschließend findet dann der sogenannte „Maschgerdag“ statt, bei dem Maskierte und auch Maskengruppen durch den „Flecka“ umherziehen und ihren Schabernack mit den Leuten treiben. Sie suchen vor allem die Gaststätten und Vereinsheime auf. Mit dem „Maschgerdag“ möchte die IGF eine alte Westerheimer Tradition am Leben erhalten. Die IGF lädt dann am Freitag und Samstag, 2. und 3. Februar, jeweils um 20 Uhr zu ihren Bürgerbällen in die Albhalle mit buntem Programm ein. Dabei wird der 44. Geburtstag der IGF gefeiert. Karten dazu gibt es bei Elisabeth Walter unter Telefon 07333 / 6558. Die Nachfrage ist besonders für den Samstagabend groß. Ein Gottesdienst für und mit den Narren wird am Samstag, 3. Februar, um 18.30 Uhr in der Christkönigskirche gefeiert. Die Kinderfasnet der IGF ist am Sonntag, 4. Februar, von 14 Uhr an in der Narrenhochburg Albhalle.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Schwanensee-Tänzer von einst treten wieder auf

Als Mega-Oldies treten acht alte Haudegen der IGF Westerheim bei den Bürgerbällen wieder in Aktion

 

(Erschienen 19.01.2018)

Gruppenbild mit Dame: Sie sind aus dem Dornröschenschlaf erwacht und tanzen wieder unter Anleitung ihrer Trainerin Helga Fischer: (von links) Josef Wiedmann, Rudi Schmid, Reinhold Rehm, Hans Moser, Helga Fischer, Ernst Lang, Gebhard „Jessy“ Moser, Markus Nolting und Manfred Kurzhals.

 

Foto: Steidle

Sie haben die Westerheimer Fasnet mitgeprägt und zu dem gemacht, was sie heute ist, nämlich unverzichtbar. Sie haben in früheren Jahren auf der Bühne getanzt und gelacht und die immer begeisterten Besucher mit super Einlagen bestens unterhalten: die früheren Oldies der IGF, die sich heute Mega-Oldies nennen. Letztmals waren sie zum 33-jährigen Bestehen der Interessengemeinschaft Fasnet bei den Bürgerbällen in Aktion. Zum diesjährigen 44. Geburtstag sind sie aus ihrem Dornröschenschlaf wieder erwacht und wollen ein weiteres Mal die Westerheimer Fasnet bereichern.

 

Seit Monaten proben die acht Mega-Oldies für ihren großen Auftritt bei den Bürgerbällen am Freitag und Samstag, 3. und 4. Februar, in der Albhalle. Jeden Dienstag- und Mittwochabend treffen sich die acht älteren Herren im Feuerwehrheim, um unter Anleitung ihrer TrainerinHelga Fischer das Tanzbein zu schwingen. Welchen Tanz sie einüben, welches Motto ihre Einlage trägt und welches Kostüm oder Kleid sie anziehen werden, das ist ein streng gehütetes Geheimnis. Die Besucher der Bürgerbälle sollen staunen und sehen, sagen die acht wackeren IGFler der ersten Generation.

 

„Der ärztliche Check hat gepasst, die Ehefrauen haben zugestimmt und sind jetzt froh, dass wir zwei Mal die Woche abends gut aufgehoben sind“, sagt schmunzelnd Manfred Kurzhals, ein alter Haudegen der Westerheimer Fasnet, der bei den Bürgerbällen neben der Tanzeinlage noch eine einen Solo-Auftritt hinlegen wird: Er steigt in die Bütt und wird über die große Bundespolitik und dabei insbesondere über Kanzlerin Angela Merkel herziehen. „Die Bewegungen tun gut, das Tanzen bringt uns wieder in Schwung“, ergänzt Hans Moser. „Und auch die Nachsitzungen sind wichtig und eine Bereicherung“, fügt Markus Nolting bei.

 

Letztmals standen die Mega-Oldies im Jahr 2007 auf der Bühne der Albhalle, damals noch als Oldies. So mancher Gast erinnert sich noch an ihr damaliges köstliches Ballett „Schwanensee“, als sie in weißen Röcken und weißen Leibchen graziös über die Bühne huschten und Beifallsstürme ernteten. Zuvor konnte man die Truppe als fesche Spanierinnen, als Cancan-Tänzerinnen aus dem Pariser Moulin Rouge, als Revue-Girls oder als Araberinnen bewundern dürfen. Genau elf Mal von 1996 an bis 2007 wirbelten die IGF-Herren in ihren tollen Kostümen herum, choreografische Anleitungen erhielten sie in diesen Jahren von Angela Kneer, Melanie Striebel, Katja Bek und Helga Fischer.

 

Und jetzt nach elf Jahren ist es zum 44-jährigen Bestehen der IGF Westerheim wieder soweit: Die Herren Josef Wiedmann, Rudi Schmid, Reinhold Rehm, Hans Moser, Ernst Lang, Gebhard „Jessy“ Moser, Markus Nolting und Manfred Kurzhals haben sich zum Tanzen wieder gefunden und freuen sich riesig auf ihre sieben Minuten lange Einlage bei den Bürgerbällen. Rudi Schmid und Manfred Kurzhals haben zum Signal geblasen und konnten ihre Mitstreiter reaktivieren und mit Helga Fischer eine engagierte und geduldige Trainerin gewinnen. „Zwischen Peitsche und Zucker, in diesem Spannungsfeld bewegen wir uns bei den Trainingsabenden“, sagen die willigen Tänzer übereinstimmend.

 

„Es macht Spaß mit den alten Haudegen zu trainieren. Es klappt bislang ganz gut. An manchem Hüftschwung müssen wir noch arbeiten“, erzählt augenzwinkernd Helga Fischer, ein Urgestein der Westerheimer Fasnet. Sie kann bei ihren Schützlingen viel Taktgefühl wie auch gute Körperbeherrschung erkennen. Sie schätzt den Willen und das Engagement der acht Herren und darf feststellen, dass sie „die filigrane Fußarbeit aus früheren Tagen“ immer noch drauf haben. Sie spricht von einem „super Haufen“, den sie da betreuen und anleiten darf. Auch für die Kostümauswahl ist Helga Fischer zuständig, doch darüber will sie kein Wort verlieren. „Eine Überraschung. Streng geheim“, sagt sie. Nur das sagt sie: „Der Verein wird nicht belastet. Das Ouftit finanzieren wir aus eigener Tasche.“

 

„Unser Auftritt lässt die Frauenherzen höher schlagen“, unterstreicht Ernst Lang. Und Markus Nolting ergänzt schlagartig: „Nicht nur die Frauen werden ihre Freude haben.“ Ein gewisser Verschleiß bei den Übungen sei festzustellen, meine sie. Doch mit jeder Übung würden sie „jünger und fitter und auch gesünder“, meinen sie scherzend. „Frisches Blut wallt in uns wieder“, meint Manfred Kurzhals, der in den vergangenen Jahren zu seiner Gitarre immer wieder mal Fasnets- und Schunkellieder erklingen ließ. Er erinnert sich noch allzu gern an die Übungsabende in früheren Jahren, als die Oldies erst in den Morgenstunden meist schwankend heimkehrten. „Das waren noch Zeit“, weiß Hans Moser. „Die Stunden von damals möchte ich nicht missen“, betont auch Gebhard „Jessy“ Moser und ist begeistert von dem Comeback der Truppe. Der werde sicherlich ein Höhepunkt der Bürgerbälle mit ihrem bunten Programm.

 

Genau 517 Jahre bringen die acht Mega-Oldies zusammen auf die Bühne der Albhalle, wenn sie dort am 2. und 3. Februar tanzen. Genau 64,6 Jahre beträgt ihr Durchschnittsalter, der Jüngste im Bunde ist 55 Jahre, die Ältesten sind 70 Jahre. Von denen gibt es gleich drei tänzerisch unterwegs. Gerne würden die Urgesteine der Westerheimer Fasnet das Alter ihrer Trainerin mit einrechnen, um den Durchschnitt nach unten drücken. Doch sie will da nicht mitspielen.

 

Lustig geht es bei den Proben wie auch bei den Nachsitzungen zu, wenn die acht Herren mit ihrer Dame im Tischkreis sitzen und Manöverkritik halten. Einige der heutigen Mega-Oldies sind Gründungsmitglieder der IGF, die weiteren sind in den Anfangsjahren der Interessengemeinschaft hinzugestoßen. „Es ist schon sehr erstaunlich und bewundernswert, wie sich die IGF und mit ihr die Westerheimer Fasnet in den vergangenen 44 Jahren entwickelt hat“, sagt Gebhard „Jessy“ Moser, der selbst mit vielen köstlichen Einlagen zum Gelingen der Bürgerbälle beigetragen hat.

 

Die Westerheimer Fasnet kommt in der nächsten Woche im Ort in Schwung: Die Rekruten stellen am Donnerstag, 25. Januar, abends gegen 19 Uhr in der Ortsmitte ihre Fasnetshexe auf. Sie steht als sichtbares Zeichen im Flecka für die fünfte Jahreszeit, und macht deutlich, dass die Narren jetzt das Sagen haben. Anschließend ist am 25. Januar der „Maschgerdag“ angesagt, bei dem Maskierte umherziehen und in den Gasthäusern und Vereinsheimen mit den Gästen ihren Schabernack treiben. Damit will die Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim eine alte Tradition in Westerheim aufrecht erhalten. Die IGF lädt dann am 2. und 3. Februar, jeweils um 20 Uhr zu ihren Bürgerbällen in die Albhalle mit buntem Programm ein. Dabei wird der 44. Geburtstag der IGF gefeiert. Karten dazu gibt es bei Elisabeth Walter unter Telefon 07333 / 6558. Die Nachfrage ist besonders für den Samstagabend groß. Ein Gottesdienst für und mit den Narren wird am Samstag, 3. Februar, um 18.30 Uhr in der Christkönigskirche gefeiert. Die Kinderfasnet der IGF ist am Sonntag, 4. Februar, von 14 Uhr an in der Narrenhochburg Albhalle. Am Glombiga Doschdeg, 8. Februar, ist wie in alle den Vorjahren großes Remmi-Demmi im gesamten Ort angesagt. Die Musikkapelle Westerheim lädt am Sonntag, 11. Februar, um 19.30 Uhr zu ihrer Maskenprämierung ein, die in diesem Jahr zum 60. Mal veranstaltetet wird. Der Rosenmontagsumzug mit rund 100 Gruppen und vielen Festwagen und weit mehr als 3000 Hästrägern schlängelt sich am 12. Februar, von 13.30 Uhr an durch den Ort. Mit einem „Maschgerdag“ für Kinder“ endet das närrische Treiben in Westerheim, Stelldichein ist dazu um 13.30 Uhr am Vereinsheim. Doch noch viele weitere Termine zur Fasnet stehen in Westerheim an, so lädt etwa die katholische Kirchengemeinde zur Seniorenfasnet am Samstag, 10. Februar, von 14 Uhr an in die Marienburg ein.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Westerheimer Narren stolzieren ins 44. Jahr

 

(Erschienen 11.01.2018)

Sie sind wieder unterwegs: die Stelzenmänner und die Gardemädchen der IGF Westerheim.

 

Foto: Steidle

Seit 44 Jahren laufen sie schon, die Narren der Interessengemeinschaft Fasnet (IGF) Westerheim. Da für die Freunde der Fasnet Schnapszahlen besondere sind, feiert die IGF in diesem Jahr ein Jubiläum. An die Anfänge der Westerheimer Fasnet unter dem Dach der IGF wird insbesondere bei den Bürgerbällen am 2. und 3. Februar gedacht, aber auch bei einem Gottesdienst für die Narren am 3. Februar und bei einem Festabend zum Ende des Jahres. „Wir freuen uns auf die neue Fasnetssaison, die kurz und knackig ist“, betont Steffen Schmid, Vorstandsmitglied der IGF mit derzeit 330 Mitgliedern und 120 aktiven Narren.

 

Sputen müssen sich in diesem Jahr alle Freunde der Fasnet, des Faschings oder des Karnevals. Denn die Zahl der närrischen Tage zwischen Dreikönig und Aschermittwoch fällt mit 39 knapp aus; die Tage von Jubel, Trubel, Heiterkeit sind also gezählt. „Unseren Terminen und Veranstaltungen im Ort tut die kurze Saison keinen Abbruch. Diese stehen und sind fix. Einschränken müssen wir uns allerdings bei den Auftritten auswärts. Da stehen uns im Prinzip nur fünf Wochenenden zur Verfügung“, sagt Steffen Schmid. Deshalb gelte es die kurze Zeit der fünften Jahreszeit in vollen Zügen zu genießen. 20 närrische Tage mehr mit 59 haben die Narren landauf landab übrigens im nächsten Jahr.

 

Fix sind die Termine der IGF wie der Musikkapelle für die an Dreikönig begonnene Fasnetssaison: Wie gehabt beginnt das närrische Treiben in Westerheim mit dem Aufstellen der Fasnetshexe durch die Rekruten und mit dem anschließenden „Maschgern“, mit dem eine alte Tradition im Ort aufrecht erhalten wird. Der sogenannte „Maschgerdag“ ist am Donnerstag, 25. Januar. Die Fasnetshexe soll dann bis Aschermittwoch am 14. Februar im Ort thronen und sichtbares Zeichen der fünften Jahreszeit darstellen.

 

Die IGF feiert ihre beiden Bürgerbälle am Freitag und Samstag, 2. und 3. Februar, in der Narrenhochburg Albhalle, ehe dort dann am folgenden Sonntag, 3. Februar, die Kinderfasnet unter dem Motto „Im Schloss“ steigt, in etwas abgeänderter Form: Denn da findet keine Maskenprämierung, sondern eine Kostümprämierung in einem Durchgang statt. Karten für die Bürgerbälle können am Dienstag, 16. Januar, von 17 Uhr an im Vereinsheim in der „Wäsche“ erworben werden. „Der Samstag füllt sich von allein und die Freitagsvorstellung wird auch immer beliebter“, meint Steffen Schmid mit Blick auf den Kartenvorverkauf.

 

3500 Hästräger am Rosenmontag

 

Remmi Demmi herrscht dann wie in all den Vorjahren am „Glombiga Doschdeg“ am 8. Februar im ganzen „Flecka“ und in allen Gaststätten. Die Musikkapelle Westerheim lädt am Sonntag, 11. Februar, zu ihrer traditionellen Maskenprämierung mit buntem Programm und bei viel Musik in die Albhalle. Und am Rosenmontag, 12. Februar, sind die Narren aus Westerheim und der gesamten Region nicht mehr zu stoppen, wenn sich 3500 Narren treffen und einen großen, bunten Umzug bilden. Mit einem „Kindermaschgerdag“ am Dienstag, 13. Februar, neigt sich das fröhliche und lustige Treiben dem Ende zu, bevor dann zu Mitternacht die große Fasnetsfigur ein Raub der Flammen werden soll.

 

Erstmals auf Achse waren die IGFler aus Westerheim in der laufenden Fasnetssaison am vergangenen Sonntag, als sie bei den „Kräha-Weiber“ von Laupheim beim Umzug mit von der Partie waren. An diesem Freitag sind sie zu Gast bei den „Wallentalhexen“ von Öpfingen beim großen Brauchtumsabend. Am Samstag, 13. Januar, treten sie beim sogenannten „Tag-in-Nacht-Umzug“ bei den „Illertaler Wasserbätscher“ auf und am Sonntag, 14. Januar, geht es zu den „Wasaschomberler“ nach Einsingen zum Nachmittagsumzug.

 

Zahlreiche weitere Termine haben die Gruppen der IGF in den kommenden Wochen zu absolvieren, seien es die Stelzen um Patrick Rehm und Julian Rehm, die Schrezen um Sina Erz und Larissa Lamparter, die Hellstera-Mala um Tim Lang und Martina Stehle oder die Tanzgarde um Elisa Fischer. Sie werden beim närrischen Treiben etwa in Senden, Bad Buchau, Stetten, Illerberg, Straßdorf, Illertissen oder Gosbach anzutreffen sein. Fehlen dürfen sie natürlich nicht beim Umzug der Pfingstlümmel in Hohenstadt am Freitag, 9. Februar. „Also auf ein eine geballte schwungvolle und auch selige Fasnet 2018“, meint IGF-Boss Steffen Schmid.

 

In ihrem 44. Jahr ist die Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim (IGF) angekommen. Da die Narren ihre Jubiläen in Elfer-Schritten feiern, wird der 44. Geburtstag in diesem Jahr etwas größer gefeiert, bei mehreren Veranstaltungen. Am 10. Dezember 1974 war es soweit gewesen: An diesem Tag schlug die Geburtsstunde der IGF Westerheim. Die Idee zu einer Vereinsgründung kam Anton Walter in einer geselligen Kartenrunde im Herbst 1974. Mitglieder des „Rassa-Clubs“ sprachen sich dafür aus, die Fasnet in Westerheim zu fördern und auszubauen. Bei der Gründungsversammlung wurde Anton Walter zum Vorsitzenden gewählt, Manfred Rehm zu seinem Stellvertreter und zum Kassierer. Karl Klöble übernahm das Amt des Schriftführers. Mit Einnahmen aus Kartenspielen wurde die Kasse erstmals gefüllt. Bereits am 2. Februar 1975 ging der erste Bürgerball im Rössle über die Bühne. Die neu gegründete Schrezengruppe wurde damals vorgestellt. Mit von Anfang an dabei waren auch die IGF-Sänger, im zweiten Vereinsjahr kam die Tanzgarde hinzu.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Fasnet: Freinacht und Festzelt gebilligt

 

(Erschienen 13.12.2017)

Die Westerheimer Fasnet wirft ihre Schatten voraus. Der Gemeinderat billigte für das närrische Treiben eine Freinacht und ein Freizelt.

 

Foto: Steidle

Die kurze Fasnetsaison 2018 wirft ihre Schatten voraus, auch was die Planungen und Genehmigungen betrifft: Zwei Anträge billigte der Westerheimer Gemeinderat einstimmig. So darf die Interessengemeinschaft Fasnet (IGF) erneut am Glombiga Doschdeg und am Rosenmontag, 8. und 12. Februar, in der Lange Gasse ein Festzelt aufstellen und bewirten, die Lange Gasse wird deshalb vom 7. bis 13. Februar gesperrt. Zudem darf die IGF am Glombiga Doschdeg die Albhalle benutzen. Auch dem Antrag des Gasthauses Rössle wurde stattgegeben, das vom 8. auf den 9. Februar in seinen Gasträumen eine Freinacht genehmigt bekam. In den Räumen der Gaststätte (ohne Kellerbar und Heuboden) wird die gesetzliche Sperrzeit von 2 Uhr aufgehoben und eine Sperrzeitverkürzung bis 6 Uhr ermöglicht. Alle anderen Schankgenehmigungen der abendlichen Veranstaltungen werden bis 3 Uhr erteilt. Mit den Genehmigungen haben die IGF und das Gasthaus Rössle Planungssicherheit für die Fasnet, meinte Bürgermeister Hartmut Walz.

 

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

IGF blickt auf 44 Jahre und kurze Fasnet

Schalmeien musizieren heiter zum Fasnetsauftakt am 11.11. auf dem Sellenberg

 

(Erschienen 12.11.2017)

Die Schalmeien spielten zum Fasnetsauftakt am 11. 11. im Zelt auf dem Sellenberg auf.

 

Foto: Steidle

Gut gelaunt beim Fasnetsauftakt in Westerheim: die beiden IGF-Urgesteine Gebhard „Jessy“ Moser und Manfred Kurzhals sowie die IGF-Vorstandsmitglieder Michael Hummel und Steffen Schmid (von links).

 

Foto: Steidle

Die Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim (IGF) hat die neue Fasnetsaison musizierend und schunkelnd begonnen. Im stehen gebliebenen Beizelt des großen Festzelts auf dem Sellenberg feierten Westerheims Narren mit ihren Gästen die neue fünfte Jahreszeit. Den Ton dazu gaben vor allem die Schalmeien des Vereins um Anja Tritschler und Heike Claß an, die fröhlich-heiter aufspielten und gleich zum Start gute Stimmung in das beheizte Zelt mit Holzboden brachten.

 

Zu ihrer Musik durfte geschunkelt und gewippt werden, und das taten auch die IGF-Vorstandsmitglieder Steffen Schmid und Michael Hummel zusammen mit den beiden IGF-Urgesteinen Manfred Kurzhals und Gebhard „Jessy Moser“, die die Westerheimer Fasnet in früheren Jahren so sehr geprägt und bereichert haben. Und auch die zahlreichen weiteren Gäste schunkelten und zeigten sich gut gelaunt, angesichts der Tatsache, dass wieder Fasnet im Flecka ist. Auch Bürgermeister Hartmut Walz war unter den Gästen zu finden, der den Narren eine schöne neue Saison wünschte.

 

Los ging das „närrische Treiben“ auch mit einem selbstverfassten Gedicht der Vorstandsmitglieder Steffen Schmid und Michael Hummel in breitem Schwäbisch, die ihre Freude kund taten, dass es endlich so weit wieder ist: „Heit am 11. 11. goht’s wieder los, drom isch die Fraid bei älle so groß. Nach Tradition stimmet mir ons ei, auf di nuia Fasnet a dreikräftiges Stelza-Hoi.“

 

Mit einem dreikräftigen „Stelza-Hoi“ war die Fasnetsaison dann eröffnet und auf diese durften die Besucher anstoßen. In ihrem im Wechsel vorgetragenen Gedicht meinten Hummel und Schmid, dass gerade mal eine kleine Ewigkeit seit Aschermittwoch vorbei sei und sich jetzt wieder Fasnetsstimmung im Ort breit mache: „Der Narr, der en uns seit Aschermittwoch lauert, hot ganz gespannt d’r Sommer überdauert. Jetzt darf er endlich wieder sprenga, tanza, schunkla ond au senga.“

 

Dann verwiesen die zwei IGF-Vorstandsmitglieder darauf, dass ein großes Jubiläum vor der Tür stehe: Denn die Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim wird 44 Jahre alt, vier Mal elf Jahre werde im Januar und Februar groß gefeiert. Sie versprachen den Gästen in der neuen Saison viele Überraschungen, sei es bei den Bürgerbällen oder beim Rosenmontagsumzug. Hummel und Schmid meinten: „Es isch klar, was da gilt: So en Geburtstag feirat mir wild. So en Geburtstag feirat ma groß, auf 44 Jahre Prost.“ Und jeder dürfe ein Teil bei so viel fröhlicher Narretei sein.

 

Und was die beiden Westerheimer Fansetsnarren auch noch mit etwas Bedauern wissen ließen: Die gestartete Saison falle sehr kurz aus, viel kürzer gehe es kaum. Kurz und knackig müsse man die Fasnet feiern, denn bereits am 12. Februar stehe der Rosenmontag und am 13. Februar der Fasnetsdienstag ins Haus. Und mit dem Aschermittwoch am Valentinstag am 14. Februar sei die Narretei schon wieder vorbei.

 

Die Schalmeien ließen noch weitere Stücke zu Trommelwirbel erklingen und im Laufe des Abends war DJ Loretto für die passende Musik auf dem Sellen zuständig. Für Essen und Getränke war bestens gesorgt. Und der Regen im Freien tat der guten Feststimmung im Zelt keinen Abbruch. Die IGF-Mitglieder und ihre Gäste ließen es sich gut gehen und ließen immer wieder ein „Stelza Hoi“ erschallen.

 

In ihrem 44. Jahr ist die Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim (IGF) angekommen. Da die Narren ihre Jubiläen in Elfer-Schritten feiern, soll der 44. Geburtstag im nächsten Jahr groß gefeiert werden. Am 10. Dezember 1974 war es soweit gewesen: An diesem Tag schlug die Geburtsstunde der IGF Westerheim. Die Idee zu einer Vereinsgründung kam Anton Walter in einer geselligen Kartenrunde im Herbst 1974. Mitglieder des „Rassa-Clubs“ sprachen sich dafür aus, die Fasnet in Westerheim zu fördern und auszubauen. Bei der Gründungsversammlung wurde Anton Walter zum Vorsitzenden gewählt, Manfred Rehm zu seinem Stellvertreter und zum Kassierer. Karl Klöble übernahm das Amt des Schriftführers. Mit Einnahmen aus Kartenspielen wurde die Kasse erstmals gefüllt. Bereits am 2. Februar 1975 ging der erste Bürgerball im Rössle über die Bühne. Die neu gegründete Schrezengruppe wurde damals vorgestellt. Mit von Anfang an dabei waren auch die IGF-Sänger, im zweiten Vereinsjahr kam die Tanzgarde hinzu.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Das etwas andere Oktoberfest steigt auf dem Sellenberg

 

(Erschienen 19.10.2017)

Das Oktoberfest „IGF meets Bayern“ findet in dieserm Jahr am 28. Oktober im Festzelt auf dem Sellenberg statt.

 

Foto: Steidle

Das „etwas andere Oktoberfest“, so die Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim, steigt am Samstag, 28. Oktober, im Festzelt auf dem Sellenberg. Unter dem Motto „IGF meets Bayern“ darf von 19 Uhr an auf dem Sellen gefeiert, gesungen, geschunkelt und geprostet werden.

 

Jung und Alt sind eingeladen, gemeinsam zu festen und das Maß zu stemmen. Für Stimmungsmusik sorgen die Roten Lederhosen und dann die Band Rockspitz. Karten im Vorverkauf kosten acht Euro, an der Abendkasse zehn Euro. Karten im Vorverkauf sind zu haben bei der Bäckerei Stehle in Westerheim, bei der Volksbank in Westerheim, Heroldsatt und Merklingen, bei der Brillengalerie in Laichingen, bei Stäudle in der Stadtmitte Laichingen und bei Optik Albblick in Gosbach.

 

An diesem Samstag bauen die IGFler zusammen mit den Westerheimer Musikern das Festzelt auf dem Sellenberg auf, in dem auch die Boxgala (3. November) und die Disco Partyfeelings (4. Oktober) der Musikkapelle stattfinden wird.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Musikproben mal ganz anders

IGF-Schalmeien aus Westerheim bei Mottoproben im Sommer fast närrisch unterwegs

 

(Erschienen 30.08.2017)

Die Schalmeien der IGF Westerheim bei einer Probe im Albbad.

Etwas närrisch unterwegs gewesen sind in den vergangenen Monaten die Schalmeien der Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim (IGF). Mottoproben haben an unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichen Themen stattgefunden.

 

Fünf Stimmen, fünf Mottoproben. Jede Stimme der Schalmeien musste in der Zeit zwischen der Fasnet und den Sommerferien das Motivationsloch der Schalmeienspieler und der Trommler sinnvoll und abwechslungsreich füllen. Sie hatten interessante Vorschläge für Musikproben einzubringen.

 

„Nach der Fasnet kommt immer eine Zeit, wo die richtige Einstellung zum Proben einfach fehlt“, berichtet Anja Tritschler, die Leiterin der IGF-Schalmeien. Aus den eigenen Reihen kam der Vorschlag mit der Ausarbeitung von „Mottoproben“. Jede Stimme durfte sich etwas einfallen lassen. Herausgekommen sind fünf tolle Termine, der Ansporn der Spieler war enorm.

 

„Es ist uns gelungen, fast alle Mitglieder zu den Terminen zu mobilisieren“, berichtet Anja Tritschler erfreut. Die vollständige Besetzung hatte Spaß. Und auch den Gästen, die den Proben beiwohnten, haben die Probenstunden sehr gefallen. „Das Miteinander war toll. Ein Zusammensitzen nach den Proben und ein gemeinsames Grillen und Vespern förderte die Kameradschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl enorm“, ergänzt die Gruppenleiterin. Und egal, wo die Schalmeien ihre Probe bis zu den großen Ferien abhielten, sie seien stets mit offenen Armen aufgenommen worden.

 

Die erste Stimme (Sopran) hatte als Lokalität die Spitzer Brauerei in Böhringen gewählt, der Ausklang viel dementsprechend gesellig aus. Die zweite Stimme (Alt) nahm die Schertelshöhle als Ziel für das ganze Ensemble, die Akustik und Temperaturen waren in dem Westerheimer Kleinod ganz speziell. Auf das Albbad als Probenraum war die Wahl für die dritte Stimme (Bariton) gefallen. Erste zaghafte Versuche im Wasser wurden schnell mutiger, so dass zumindest die Schalmeien teilweise ein komplettes Bad erhielten. Die Trommeln blieben auf Schwimmmatten mitten im Pool jedoch im Trockenen.

 

Die vierte Stimme (Akustik) hatte die Adventure Golf Anlage neben dem Camingplatz gefunden und der Anklang war sehr gut. Die Gäste des Albcampings hatten ihre Freude an der engagierten Probe der Musiker. Den Vogel abgeschossen mit einer mobilen Mottoprobe haben aber die Trommler der Schalmeien. Sie hatten einen Bulldog vor einen großen Muldenkipper gespannt und besuchten so mit dem gesamten Fuhrwerk alte Mitglieder auf ein Ständchen. Mit großem Hallo wurden die IGFler jeweils begrüßt.

 

Gut, dass die Proben der Schalmeien immer am Freitagabend stattfinden: da war es egal, wenn sich die Proben (oder zumindest die Nachproben) etwas in die Länge zogen. Man konnte am Samstag ja ausschlafen.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Andrea Mayer ist seit 33 Jahren bei der IGF

 

(Erschienen 19.04.2017)

Die Geehrten bei der IGF Felix Oberenzer, Andrea Mayer und Felix Hartmann zusammen mit den IGF-Vorständen (hinten von links) Michael Hummel, Andrey Grigoriev und Steffen Schmid.

 

Foto: privat

Bei der Jahresversammlung der Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim (IGF) im Gasthaus Rössle sind unlängst einige Mitglieder für ihre langjährige Treue zur IGF geehrt worden. Die Ehrungen nahmen vom Vorstand Andrey Griegorjev und Steffen Schmid vor. In Elfer-Schritten werden die Vereinsmitglieder bei Narrenvereinen geehrt, so auch bei der IGF. Seit elf Jahren fördern die Fasnet in Westerheim Markus Müller, Fabian Wiedmann, Severin Wiedmann, Timo Greiner und Felix Oberenzer. Auf eine 22-jährige Mitgliedschaft können zurückblicken Jürgen Schwöbel, Felix Hartmann, Julia Wiedmann, Sandra Moser und Manuela Pommerenke. Eine besondere Ehrung erfuhr Andrea Mayer, die seit 33 Jahren mit der IGF Westerheim verbunden ist. Über Gratulationen und ein Geburtstagslied seiner Fasnetsfreunde durfte sich bei der Jahresversammlung Ehrenvorstand Anton Walter freuen, der an dem Abend seinen 70. Geburtstag feierte. Für ihn gab es als Überreichung einen kleinen Geschenkkorb mit regionalen Produkten. Das Bild zeigt (vorne von links) die Geehrten Felix Oberenzer, Andrea Mayer und Felix Hartmann zusammen mit den IGF-Vorständen (hinten von links) Michael Hummel, Andrey Grigoriev und Steffen Schmid.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Keinerlei Probleme bei den Wahlen
Michael Hummel führt weiterhin die IGF Westerheim – 334 Mitglieder jetzt bei den Narren

 

(Erschienen 12.04.2017)

Sie führen im Vorstand und Ausschuss die Interessengemeinschaft Fasnet (IGF) Westerheim ins neue Vereinsjahr: (von links erste Reihe) Franziska Hohl, Fabian Frank, Antje Merker, Verena Hiller, Andreas Weber und Andrey Grigoriev; (von links zweite Reihe Michael Hummel, Alexander Ramminger, Steffen Schmid und Alexander Walther.

 

Foto: privat

Traditionsgemäß mit einem dreifachen „Stelza hoi“ hat die harmonische Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft Fasnet (IGF) Westerheim am Freitag im Rössle begonnen, bei der die Vorstandschaft ein überwiegend positives Fazit zog. Westerheim Narren blickten auf eine schöne Fasnet mit tollen Bürgerbällen und einem imposanten Rosenmontagsumzug bei herrlichem Sonnenschein zurück. Wahlen bildeten einen Schwerpunkt der Sitzung.

Die von Bürgermeister Hartmut Walz geleiteten Wahlen waren schnell vollzogen, da sich die Amtsinhaber erneut zur Wahl stellten. Peter Rehm bleibt Wirtschaftsleiter, dem Vereinsausschuss bleiben Antje Merker, Alexander Ramminger und Fabian Frank erhalten. Weiterhin im Vorstand wird Michael Hummel als Administrator fungieren. Das Amt des Kassierers wird weiterhin Andreas Weber innehaben. Die Vereinskasse werden weiterhin Wilfried Wiedmann und Bernhard Schweizer prüfen.

 

Neben den Wahlen gab es auch Bestätigungen der Gruppenleiter. Die einzelnen Gruppen der IGF führen Patrick Rehm und Julian Rehm (Stelzen), Sina Erz und Larissa Lamparter (Schrezen), Tim Lang und Martina Stehle (Hellsteramale), Elisa Fischer (Tanzgarde), Anja Tritschler und Heike Claß (Schalmeien), Marc Rehm (Männerballett Junior), Tim Lang (Männerballett Oldies), Tina Walter (Kindergarde) sowie Klaus Ascher und Joachim Mayer (Sänger). Jochen Walter und Wendelin Rauschmaier sind weiterhin Schuppenwart, für die Kinderfasent sind Manuela Kramer, Sandra Kneer, Anja Moser, Anja Lang und Daniela Kohlberger zuständig.

 

Vorstand Michael Hummel wie auch Schriftführerin Verena Hiller berichteten von den Veranstaltungen der IGF das Jahr über wie von den zahlreichen Fasnetsterminen. Sie sprachen von einem arbeitsreichen Jahr. 334 Mitglieder zählt derzeit die Interessengemeinschaft mit 181 aktiven Mitgliedern. Während der Fasnetssaison konnte die IGF das 333. Mitglied in ihren Reihen aufnehmen, das jüngste Vereinsmitglied mit damals knapp drei Monaten. Fünf Mal hat der Vereinsausschuss getagt, zudem gab es eine zweitägige Klausurtagung. Die Gruppenleiter trafen sich zu zwei Sitzungen, um die Fasnet zu besprechen.

 

Vorstand Hummel und Verena Hiller erinnerten an den Ausflug der Kinder in den Skywalk Naturerlebnispark im Allgäu, an die Nachtwanderung mit Grillen sowie das Maskenbasteln im Rahmen des Sommerferienprogramms, an den Vereinsausflug nach Pfalzgrafenweiler, das Oktoberfest „IGF meets Bayern“ auf dem Sellenberg, den Fasnetsauftakt auf dem Sellenberg sowie an die Fasnetssaison mit 19 Auswärtsterminen, darunter zwölf Umzügen. Zur Fasnet im Ort gehörten der „Maschgertag“, die Bürgerbälle, die ergreifende „Messe mit den Narren“ zum Thema Freundschaft, die Kinderfasnet mit Maskenprämierung, der „Glombiga Doschdeg“ der Rosenmontagsumzug mit rund 100 Gruppen sowie den „Kindermaschgerdag“.

 

Die Kassenlage beleuchtete Kassierer Andreas Weber mit dem Hinweis, dass ordentlich Geld in den Kauf eines neuen Schuppens gesteckt worden sei. Die Schriftführer Bernhard Schweizer und Wilfried Wiedmann bestätigten eine tadellose Kassenführung, ehe die Gruppenleiter von ihren Aktivitäten das Jahr über berichteten. Lob und Dank der IGF zollte BürgermeisterHartmut Walz, der die Entlastung der Vorstandschaft beantragte. Diese fiel erwartungsgemäß einstimmig aus. Auch Ehrungen langjähriger Vereinsmitglieder erfolgten im Rahmen der Jahresversammlung. So wurde Andrea Mayer für ihre 33-jährige Mitgliedschaft geehrt.