Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Jubiläum: IGF feiert groß ihr 44. Wiegenfest

 

(Erschienen 13.11.2018)

Die Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim hat mit vielen Gästen ihren 44. Geburtstag gefeiert. Es war eine sehr schöne Party in der Albhalle mit vielen gut gelaunten Besuchern. Die Gardemädchen, die Schalmeien, die älteren und jüngeren Sänger sowie die Kultfiguren „Oma und Opa“ haben den Jubiläumsabend der Interessengemeinschaft Fasnet (IGF) unterhaltsam und gekonnt gestaltet und die vielen Geburtstagsgäste mit amüsanten Einlagen erfreut. In den Beiträgen gab es immer wieder Erinnerungen an die Gründung des Fasnetsvereins und die 44-jährige Geschichte der IGF. Vorstandsmitglied Maximilian Hohl führte durch das bunte Programm. Dabei glaubte der eine oder andere Zuschauer wohl immer wieder, einen der vielen tollen Bürgerbälle der vergangenen Jahrzehnte erneut zu erleben. Grußworte und Ehrungen fehlten nicht, auch über Geschenke durfte sich der Jubelverein freuen. (Fotos: Hansjörg Steidle)

 

Fotos von der Schwäbischen Zeitung hier

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Mitglieder der ersten Stunde bei Festakt geehrt

 

(Erschienen 13.11.2018)

Die Vorstandsmitglieder Andrej Grigoryev (links) sowie Franziksa Hohl, Andreas Weber und Michael Hummel (von rechts) ehrten Mitglieder, die sich gleich nach der Gründung der IGF anschlossen und seit 44 Jahre der Interessengemeinschaft die Treue halten: (von rechts) Anne Rieck, Helmut Rieck, Anton Fischer, Beate Wiedmann, Elisabeth Walter, Wilfried Wiedmann, Reinhold Rehm und Hans Moser. (Foto: Steidle)

Mit einem Zitat des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog hat IGF-Vorstandsmitglied Maximilian Hohl den Ehrungsreigen beim Jubiläumsfest der Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim eröffnet: „Ohne den Einsatz des Einzelnen für die Gemeinschaft ist auf Dauer jedes Gemeinwesen überfordert.“

Zusammen mit seinen Vorstandsmitgliedern Michael Hummel, Andrej Grigoryev, Andreas Weber und Franziska Hohl würdigte er dann die sieben Gründungsmitglieder der IGF sowie die zehn Mitglieder, dies sich noch 1974 im Gründungsjahr der IGF anschlossen.

 

Jeder Einzelne ist wichtig

„Ein Verein kann ohne den Einsatz des Einzelnen nicht existieren“, wiederholte Maximilian Hohl. Deshalb sei es auch wichtig, jedes Mitglied in einem Verein oder in einer Gemeinschaft wertzuschätzen und die Verdienste und Leistungen immer wieder zu würdigen. Respekt hätten die sieben Personen verdient, die nach einer geselligen Kartenrunde im Herbst 1974 gleich zur Tat schritten und am 10. Dezember 1974 die IGF zum Leben brachten, aber auch die Personen, die sich unmittelbar danach der Interessengemeinschaft mit Rat und Tat anschlossen. Hohl lobte den Mut und die Entschlossenheit der Männer der ersten Stunde, die den Brauchtum und die Tradition der Fasnet in Westerheim erhielten und belebten.

 

„Trotz schwieriger Zeit und Umstände schafften es die Gründungsmitglieder und die Mitglieder der ersten Stunde mit unermüdlichem Ehrenamt und Engagement in kürzester Zeit aus einer Idee einen Verein zu schaffen, der durch Kreativität und Einsatz nicht nur während der Fasnet die Aufmerksamkeit der Bevölkerung weckte“, erklärte das IGF-Vorstandsmitglied. Der Verein sei gewachsen und gediehen und nach 44 Jahren werde er über die Grenzen des Alb-Donau-Kreises hinaus geschätzt. Stolz dürfe er auf die IGF-Gemeinschaft blicken, die alle Jahre aufs Neue eine tolle Fasnet auf die Beine stelle, die weit und breit seinesgleichen suche.

 

Ehrenorden in Gold erhalten

Von den sieben Gründungsmitgliedern konnte Maximilian Hohl dann vier Männer auf die Bühne der Albhalle bitten, die er mit dem Ehrenorden in Gold mit Diamentenschliff nebst Urkunden und Geschenken bedachte. Geehrt wurde Anton Walter, der erste Vorsitzende, der die IGF aus den Kinderschuhen führte und 15 Jahre leitete und der vor Jahren schon zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden war. Gebhard Jessy Moser war bei den Stelzen, Sängern und beim Männerballett sehr aktiv und hat für unvergessliche Momente bei den Bürgerbälle gesorgt. Fritz Baumeister war „der Mann für alles und sich für keine Arbeit zu schade und ein treuer Begleiter der IGF über 44 Jahre“, so Hohl. Karl Bernhard war Mitglied der Sänger und des Männerballetts und ein Schaffer im Verein. Als herzlicher Dank wurden ihren stehende Ovationen der Geburtstagsgäste zuteil.

 

In Abwesenheit lobte Vorstandsmitglied Hohl die Leistungen von Karl Klöble, der bei der Vereinsgründung das Amt des Schriftführers übernahm und mehrere Jahre die IGF leitete. Lob erhielt auch Werner Gold für sein Engagement in 44 Jahren sowie der verstorbene Manfred Rehm, der bei der Gründung den zweiten Vorsitz und den Posten des Kassierers übernommen hatte. „Den Gründungsmitgliedern gehört Respekt und Dank“, sagte Hohl.

 

44 Jahre Mitgliedschaft

Für 44 Jahre Mitgliedschaft durfte dann die Vorstandschaft der IGF zehn Personen auszeichnen, die sich gleich nach der Gründung der Interessengemeinschaft anschlossen und ihr 44 Jahre die Treue hielten. Ehrenorden und Urkunden gingen an Hans Moser, Reinhold Rehm, Anne Rieck, Helmut Rieck, Anton Fischer, Beate Wiedmann, Wilfried Wiedmann, Elisabeth Walter, Brigitte Mayer und Gerhard Mayer. Vorstand Hohl zeigte die Leistungen und Verdienste der Geehrten auf, die sich in ein oder gleich mehreren Gruppen engagierten und über all die Jahre in irgendeiner Form helfend dazu beigetragen haben, dass die IGF sich entfalten konnte und tolle Fasnetsveranstaltungen möglich machte. Für sie sei die Fasnet zu einer Herzensangelegenheit geworden.

 

Für die Geehrten ließen die Schalmeien der IGF unter Leitung von Heike Claß und Anja Tritschler den Marsch „Alte Kameraden“ erklingen. Einige der ausgezeichneten Mitglieder standen sichtlich gerührt auf der Bühne der Albhalle und lauschten bedächtig und ergriffen den schmissigen Klängen.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Jubiläum bei der IGF: Super Show der Erinnerungen

 

(Erschienen 11.11.2018)

Ein Höhepunkt: Ältere und jüngere IGF-Sänger stehen auf der Bühne und singen bekannte Lieder aus ihrem umfangreichen Repertoire. (Foto Steidle)

Gebhard „Jessy“ Moser in Hochform. (Foto Steidle)

Oma und Opa auf der Bank. (Foto Steidle)

Die Schalmeien präsentierten sich in toller Spiellaune. (Foto Steidle)

Die Gardemädchen, die Schalmeien, die älteren und jüngeren Sänger sowie die Kultfiguren „Oma und Opa“ haben den Jubiläumsabend der Interessengemeinschaft Fasnet (IGF) unterhaltsam und gekonnt gestaltet und die vielen Geburtstagsgäste mit amüsanten Einlagen erfreut. In den Beiträgen gab es immer wieder Erinnerungen an die Gründung des Fasnetsvereins und die 44-jährige Geschichte der IGF. Vorstandsmitglied Maximilian Hohl führte durch das bunte Programm. Dabei glaubte der eine oder andere Zuschauer wohl immer wieder, einen der vielen tollen Bürgerbälle der vergangenen Jahrzehnte erneut zu erleben.

 

Schalmeien in Spiellaune

Die 1992 unter der damaligen IGF-Leitung von Karl Klöble gegründeten Schalmeien traten gleich mehrmals auf der Bühne der Albhalle in Aktion und setzten bei der Feier den musiaklischen Akzent. Ihre ersten einstudierten Lieder – fünf Stück an der Zahl – ließen die Schalmeien bereits 1993 beim Bürgerball erklingen. Die Musikerinnen und Musiker um Heike Class und Anja Tritschler boten ein Medley mit ihren besten Stücken aus 25 Jahren und bereiteten auch mit ihrem ersten Stück „Schnauze“ Spaß und Freude.

 

Nicht fehlen durften bei der Jubiläumsfeier zum 44-jährigen Bestehen die Gardemädchen, die für den Festabend einen exklusiven Gardetanz einstudiert hatten. Ihr IGF-Grade feierte ihr Debüt bereits beim zweiten Bürgerball 1976 im Rössle mit einem Überraschungsauftritt. Seitdem präsentierten sie viele verschiedene und auch preisgekrönte Tänze in modernen und gekonnten Choreografeien. Trainiert wurden sie über Jahrzehnte von Helga Fischer, seit einigen Jahren hat diese Aufgabe Elisa Fischer übernommen.

 

Super Showtanz der Garde

Noch ein zweites Mal traten die Mädchen der IGF-Garde in Aktion: mit einem Showtanz. Sie zauberten in tollem Outfit nochmals ihren Showtanz „Das ganze Leben ist ein Quiz“ auf die Bühne. In dem hervorragenden Tanz möchte ein Träumer Millionär werden, doch in verschiedenen Spielshows findet er keinerlei Glück. Nicht einmal bei „Herzblatt“ bekommt er eine der drei bezaubernden Damen ab. Am Ende steigt er in ein Taxi – natürlich in das Quiz-Taxi. Weder Glück im Spiel, noch in der Liebe, so ist das nun mal im Leben. Mit der Erkenntnis „das ganze Leben ist ein Quiz und wir sind nur die Kandidaten“ zieht der Träumer von dannen.

 

IGF-Sänger in Fahrt

Einen besonderen Aufritt hatten die IGF-Sänger, die seit dem ersten Bürgerball dabei sind und die sich immer wieder tolle Texte zu bekannten Liedern einfallen ließen. Dabei nahmen sie gesanglich die Gemeindepolitik und das Vereinsgeschehen im Flecka jedes Jahr amüsant und gekonnt auf die Schippe und ließen sich dabei auch immer ein Viertele Rotwein auf der Bühne schmecken. Zunächst sangen sich die Oldies mit klasse Liedern in die Herzen des Publikums, dann stießen die jüngeren IGF-Sänger hinzu, die vor etwa elf Jahren einen Generationswechsel in der Gruppe einläuteten.

 

Die Oldie-Sänger Anton Walter, Hans Moser, Ernst Lang, Georg Striebel, Gebhard Moser, Manfred Kurzhals und Bernhard Schweizer erinnerten mit ihren zahlreichen Liedern an die gute alte Zeit etwa mit den Liedern „Wir sind die Sänger, Sänger von der IGF“, „So lang die IGF besteht, so lang gibt’s keine Ruh“, „Ja die Fasnet von Westerheim, und was geschah, erzählen wir euch in den nächsten Stunden“ oder „Und wenn ihr mitmacht, dann feiern wir eine schöne Fasnet“. Schön war dann, als die jüngere Sängerschar hinzustieß und die Gruppen in eine Art Zwiegesang traten. In den folgenden Liedern gab es Seitenhiebe gegen Laichingen und gemeinsam meinten alle IGF-Sänger lautstark im Finale „Denn wo kann’s schöner sein, als hier in Westerheim. Dort wo man singt und gerne Fasnet macht.“

 

„Oma und Opa“ treten auf

Das Spitzenprogramm zum Jubiläumsfest wurde ergänzt von drei Filmbeiträgen von Marius Fischer, bei denen IGF-Mitglieder und Bürgermeister Walz darlegten, warum die Fasnst in Westerheim so toll und einzigartig ist. Und als Überraschung gab es noch den Auftritt von „Oma und Opa“, zwei legendären Gestalten aus der Westerheimer Fasnet, die anfangs bei den Rosenmontagsumzügen mitmarschierten, aber über die Jahre in Vergessenheit geraten sind. „Oma und Opa“ mit Barbara Priel und Michael Hummel auf der Bühne sowie den Stimmen von Selma Rehm und Alfred Lang plauderten auf ihrem Weg zum Jubiläumsabend über die IGF anno dazumal und viele amüsante Stunden bei der Westerheimer Fasnet.

 

Zum Tanze und zur Unterhaltung spielte nach dem Festprogramm die United Dance Band, zudem gab es noch eine Fotobox für Erinnerungsfotos, eine Cocktailbar und einen Süßigkeitsstand. Viele Besucher betrachteten noch die gelungene Ausstellung zur 44-jährigen Geschichte der IGF und der ein oder ander Gast enteckte sich auf einem der vielen Fotos. Geehrt wurden die Gründungsmitglieder und ersten Mitglieder des Vereins (Bericht folgt).

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Stolz: „Wir sind froh, dass es die IGF gibt“

 

(Erschienen 11.11.2018)

Gardemädchen stehen Spalier (Foto Steidle)

Die hübschen Gardemädchen der Interessengemeinschaft Fasnet Westerheim standen am Eingang zur Albhalle Spalier und hießen die Geburtstagsgäste herzlich willkommen. Die IGF feierte am Samstagabend in einer herrlich dekorierten Albhalle ihr 44-jähriges Bestehen. (Foto Steidle)

Bunter Konfettiregen zum Abschluss eines großartigen Showtanzes, den die Gardemädchen der IGF auf die Bühne zauberten (Foto Steidle)

Ein Geschenk vom SVW-Vorsitzenden Armin Schurr (r.) an die IGF-Bosse Maximilian Hohl, Andrej Grigoryev und Michael Hummel (v.l.) (Foto Steidle)

Fasnetsstimmung, eine mit Liebe gestaltete Ausstellung, eine neue dicke und bilderreiche Festschrift, eine schöne geschmückte Albhalle und viele gut gelaunte Geburtstagsgäste – das waren die Rahmenbedingungen für eine großartige Jubiläumsfeier, die die Interessengemeinschaft Fasnet (IGF) Westerheim veranstaltete. Hinzu kamen Grußworte und viele Glückwünsche, ein tolles Showprogramm und Ehrungen und die hübschen Gardemädchen, die die Besucher schon im Eingangsbereich freundlich begrüßten, einen Schluck Aspach-Cola reichten und manche Gäste zu ihren Plätzen eskortierten. Beste Voraussetzungen waren also gegeben, den 44. Geburtstag der IGF mit einer großen Party zu feiern, die unter dem Motto „4x11 IGF Westerheim – zu jung, um alt zu sein“ stand.

 

Mit einem von Marius Fischer gedrehten Filmbeitrag startete die gut besuchte Jubiläumsfeier, in dem dargestellt war, wie alles vor 44 Jahren begann: Sieben Männer saßen beim Kartenspiel zusammen und kamen auf die Idee, einen Fasnetsverein in Westerheim auf die Beine zu stellen, um die Fasnet in Westerheim auf gesunde und feste Beine zu bringen, quasi um sie zu retten. Die Schalmeinen der Interessengemeinschaft spielten dann schwungvoll und begeisternd auf, ehe das Dreigestirn an der Spitze des Vereins mit Michael Hummel, Maximilian Hohl und Andrej Grigoryev die Geburtstagsgäste begrüßten, auf die Gründungszeit der IGF zurückblickten und viele Glückwünsche nebst Geschenken entgegen nahmen.

 

Erinnerung an mutige Männer

Maximilian Hohl verwies auf den 10. Dezember 1974, als sieben mutige Männer die IGF Westerheim gründeten, die Gestaltung und Organisation der Fasnet übernahmen und den Brauch der Fasnet ausbauten. „Die Fasnet vereint die unterschiedlichsten Menschen durch Leidenschaft, Engagement und Freunde“, betonte das Vorstandsmitglied. Höhen und Tiefen habe der Verein gemeistert und sich prächtig entwickelt zu heute stolzen 330 Mitgliedern. „Heute können wir mit Stolz sagen, dass wir einer der größten Fasnetsvereine der Alb-Donau-Region sind und unsere Fasnet weit im Land bekannt ist“, erklärte Hohl und wartete mit einer besonderen Zahl auf: 44 Jahre IGF bedeute 346 896 000 Atemzüge voller Elan, Motivation, Herzblut, Zusammenhalt, Einsatz und Tatendrang, aber auch Geduld, Ausdauer und Arbeit. „Die IGF ist eine Gemeinschaft, aus der viele wichtige und außergewöhnliche Freundschaften entstanden und gewachsen sind, die wir heute nicht mehr missen wollen.“

 

Walz lobt und dankt

Den Reigen der Grußworte eröffnete Bürgermeister Hartmut Walz, der den sieben Gründungsmitgliedern Mut, Tatkraft und Willensstärke bescheinigte. Aus einem lockeren Gespräch bei einer Kartenrunde sei in Westerheim etwas Großartiges entstanden, da sei ein professioneller Verein gegründet worden. Die Gründungsmitglieder hätten Verantwortung übernommen, denen Lob und Dank gebührt, unterstrich Walz.

Die IGF sei heute aus der Gemeinde nicht mehr wegzudenken, sie sei eine wichtige Säule im kulturellen Leben der Gemeinde. „Wir sind froh, dass es die IGF gibt“, betonte er mit dem Hinweis, dass die IGF mehr sei als Rosenmontagsumzug und Bürgerbälle. Sie vermittle ein besonderes Lebensgefühl und dürfe sich zurecht selbst feiern, sagte der Bürgermeister und übergab dem Jubelverein ein Geldgeschenk.

 

Gedicht aus der Partnergemeinde

In Gedichtform wandte sich Christa Bail, Bürgermeisterin aus der Partnergemeinde Westerheim/Allgäu, an den Jubiläumsverein: „Liebes Geburtstagskind, wir kommen vom Allgäu her geschwind und grüßen euch Schwaben weiß und blau mit einem kräftigen Helau.“ Und weiter sagte sie: „Bleibt als Schwaben gelb schwarz heiter und macht noch lange mit der Fasnet weiter. Wir wünschen euch für immer Spaß und Freuden, lasst euch begleiten von netten Leuten.“ Mit einem kräftigen „Stelza hoi“ verabschiedete sich Bürgermeisterin Christa Bail von der Bütt, die mit einer fünfköpfigen Delegation auf die Alb angereist war.

 

Lob vom ADR-Vorsitzenden

Die Westerheimer Fasnet zeichne sich durch ihre großartige Vielfältigkeit und ein enormes Engagement aus, erklärte Gerhard Zoller aus Laupheim als Vorsitzender der Narren der Alb-Donau-Region (ADR). Kaum eine Fasnetszunft mache und leiste so viel wie die IGF, sie stelle eine große Bereicherung des kulturellen Lebens dar. Nicht nur Lob und Glückwünsche hatte der ADR-Vorsitzender im Gepäck: An die Politiker und Behörden richtete er die Bitte, die Fasnet nicht mit zu vielen Auflagen und Vorschriften zu blockieren. „Mit zu vielen Regualarien und Vorschriften geht die Fasnet in die Hose“, warnte Zoller. Grüße für den SVW und die Westerheimer Vereine entbot der SVW-Vorsitzende Armin Schurr, der sein Grußwort sportlich kurz hielt und der IGF weiterhin alles Gute wünschte.

 

Schöne Ausstellung

Zum Schluss der schönen Geburtstagsfeier mit buntem Programm verwies Vorstandsmitglied Maximilian Hohl noch auf die von Helga und Elisa Fischer mit viel Liebe gestaltete Ausstellung zur 44-jährigen Geschichte der IGF mit vielen Fotos, Zeitungsartikeln und Requisiten und auf die von Elisa Fischer und den Marius Fischer Studios geschaffene interessante Festschrift – mit rund 140 Seiten in einer Auflage von 500 Stück. Bettina Kneer und Tanja Unsöld boten die Schrift schon mal zum Kauf an. Zudem gab es was Neues: Ein IGF-Adventskalender in limitierter Auflage war zu haben.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

„Wir wollten die Westerheimer Fasnet retten“

 

(Erschienen 09.11.2018)

Anton Walter ist Gründungsmitglied der IGF Westerheim. (Foto: Steidle)

Die Interessengemeinschaft Fasnet (IGF) Westerheim feiert an diesem Samstag, 10. November, in der Albhalle ihr 44-jähriges Bestehen. Zum Jubiläumsprogramm gehören Musik, Tanz, Showeinlagen und Ehrungen. Über die Anfänge der IGF sprach SZ-Redakteur Hansjörg Steidle mit Gründungs- und Ehrenmitglied Anton Walter. Er war der erste Vorsitzende der IGF. Mit sechs weiteren Kameraden gründete er am 10. Dezember 1974 die Interessengemeinschaft, die im Jahr 1989 zu einem eingeschriebenen Verein wurde.

 

Herr Walter, wie war es um die Fasnet in Westerheim vor Gründung der IGF bestellt?

 

Nach dem Wiederaufbau Westerheims kam die Fasnet so langsam wieder ins Rollen, alte Traditionen wurden aufgegriffen. In den 60er-Jahren zog noch die sogenannte blaue Truppe mit ihrem Esel durch den Flecken, später auch die Stelzenmänner um Michael Moser, Georg Wiedmann und Anton Fischer, die sich aus Westerheimer Handwerkern zusammensetzten. Sie sorgten dafür, dass die Fasnet erhalten blieb und dann eine Wiederbelebung erfuhr. Sie organisierten mit den Rekrutenjahrgängen etwa den Umzug am Rosenmontag. Dieser stand für 1975 auf der Kippe, da Stelzen wie Rekruten keine richtige Lust für das närrische Treiben entwickeln wollten. Ein Fortbestand der Westerheimer Fasnet war in Gefahr.

 

Da mussten Sie und weiter Mitstreiter handeln?

 

Ja, unbedingt. Die Westerheimer Fasnet lag uns am Herzen. Sie durfte nicht sterben, sie musste weiterleben. Wir mussten reagieren und die Fasnet auf feste und geordnete Beinen stellen. Die Idee zu einer Art Vereinsgründung war in einer geselligen Kartenrunde im Herbst 1974 im Gasthaus Hirsch entstanden. Unser sogenannter „Rassa-Clubs“ sprach sich dafür aus, die Fasnet in Westerheim zu fördern und auszubauen. Wir legten einen Termin für eine Vereinsgründung fest.

 

Wann und wie schlug dann die Geburtsstunde der IGF?

 

Diese erfolgte am 10. Dezember 1974 im Sportheim mit dem Ziel, die Fasnet und den Rosenmontagsumzug für 1975 zu retten. Wir waren damals sieben Männer. Jeder von uns war bereit, den Posten anzunehmen, der ihm bei geheimen Wahlen übertragen wurden. Bei der Gründungsversammlung wurde ich zum Vorsitzenden gewählt, Manfred Rehm zu meinem Stellvertreter und zum Kassierer. Karl Klöble übernahm das Amt des Schriftführers. Zu Beisitzern gewählt wurden Fritz Baumeister, Karl Bernhard, Werner Goll und Gebhard Moser. Sechs Wahlrunden waren abgeschlossen und sechs Posten belegt, als zum Schluss noch der Vorsitzende zu wählen war. Es war dann klar, dass ich die neue Interessengemeinschaft leiten sollte. Bei sechs Ja-Stimmen wählten mich die Kameraden zum Vorsitzenden der IGF Westerheim

 

Wie waren die Anfangsjahre nach der doch schweren Geburt?

 

Der Anfang war schwer und hart, ja sogar steinig. Es wurden durchaus Stimmen laut, die unserer Gruppe keine lange Zukunft voraussagten. Sie prophezeiten uns ein baldiges Aus. Wir mussten uns im Ort erst einmal behaupten und durchsetzen und Überzeugungsarbeit leisten. Mit Einnahmen aus den Kartenspielen wurde die Kasse erstmals gefüllt. Mit Bettelbriefen baten wir um Geldspenden. In den ersten Wochen konnten wir bereits einen regen Mitgliederzuwachs verzeichnen. Die Anfangsjahre bargen für mich auch ein Risiko. Wir waren lange kein eingeschriebener Verein und ich haftete mit meinem Privatvermögen.

 

Was war zunächst anzuschaffen?

 

Wir benötigten dringend neue Stelzen für junge Stelzenläufer, die habe ich in Göppingen und Ehingen besorgt. Die waren für unsere neue junge Truppe aber viel zu lang. Ich kann mich noch gut erinnern, wie die jungen Leute vom Flachdach meiner Garage auf die Stelzen stiegen und sich an den Wänden entlang hangelten. Sie mussten üben, immer wieder fiel einer zu Boden. Später hat Hans Moser für uns die Stelzen gezimmert.

 

Ein Höhepunkt der Westerheimer Fasnet sind die Bürgerbälle? Wie sind sie entstanden?

 

Bereits am 2. Februar 1975 fand der erste Bürgerball unter der Regie der IGF im Rössle-Saal statt. In die Bütt stiegen damals Bernhard Walter als „Wanga-Weible“ und Eberhard Walter als Fußballer sowie Gebhard „Jessy“ Moser. Putzfrauen und Klatschweiber spielten damals Helga Knupfer und Martha Baumeister. Charly Klöble hielt eine Bettelpredigt. 1975 entstand die IGF-Tanzgarde, die zunächst Frau Weber aus Mühlhausen leitete. Die Bürgerbälle sind heute fester Bestandteil der Fasnet mit weit mehr als 100 Aktiven.

 

Sie leiteten bis 1989 die IGF. Sind Sie heute stolz auf das Erreichte?

 

Unbedingt. Wenn man bedenkt, dass die IGF mal gerade mit sieben Mann startete und heute gut 300 Mitglieder bei rund 180 Aktiven zählt, darf ich ein bisschen stolz sein. Die Westerheimer Fasnet ist aus dem Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken. Sie erfreut sich großer Beliebtheit und lockt immer mehr Gäste an. Das ist schön und lässt mein Herz als Gründungsmitglied höher schlagen. Wir hatten nie gedacht, dass mal mehr als 100 Vereine und Zünfte zum Rosenmontagsumzug kommen.

 

Was wünschen Sie der IGF für die Zukunft?

 

Dass sie die gute Tradition der Westerheimer Fasnet aufrecht erhält und stets ausreichend Mitglieder in ihren Reihen hat. Dass sie weiterhin gedeiht und die Bevölkerung mit tollen Fasnetsbeiträgen erfreut, sei es bei den Bürgerbällen, beim Rosenmontagsumzug oder bei der Kinderfasnet. Sie soll eine nette und harmonische Gruppe bleiben. Die IGF soll eine gute Zukunft haben.

Bericht in der Schwäbischen Zeitung

Aus geselliger Kartenrunde ist die IGF entstanden

 

(Erschienen 07.11.2018)

Die IGF feiert ihren Geburtstag. (Foto: Steidle)

Die Interessengemeinschaft Fasnet (IGF) steht am Wochenende in Westerheim im Mittelpunkt, und das aus zweierlei Gründen: Die IGF feiert am Samstagabend ihren 44. Geburtstag in der Albhalle und am Sonntag, 11. 11., läutet sie um 11.11 Uhr die neue Fasnetsaison mit einem musikalischen Auftritt der Schalmeien und einem Weißwurstfrühstück im Vereinsheim ein.

 

Zu dem Jubiläumsabend mit buntem Programm am Samstag, 10. November, um 19 Uhr in der Albhalle ist die gesamte Bevölkerung eingeladen. Auch eine Ausstellung zu „44 Jahre IGF“ wird es geben.

 

Runder Geburtstag steht an

44 Jahre jung oder alt wird die IGF in diesem Jahr und der für Narren runde Geburtstag soll bei Tanz und einem bunten und abwechslungsreichen Programm angemessen gefeiert werden. Unter dem Motto „4 mal 11: IGF Westerheim – zu jung, um alt zu sein“ steht die Geburtstagsparty bei freiem Eintritt. Da die Narren allgemein ihre Jubiläen in Elfer-Schritten feiern, soll der 44. Geburtstag groß begangen werden. Die Gäste dürfen sich auf Tanz und Tanzmusik mit der United Dance Band aus Oberelchingen freuen, ferner auf eine Cocktailbar, gutes Essen und natürlich ein buntes Showprogramm mit Einlagen und Überraschungen.

 

Zu dem unterhaltsamen Programm am Samstagabend in der Albhalle tragen etwa die Schalmeien, die IGF-Sänger und die Garde-Mädchen bei. Grußworte und Ehrungen dürfen bei der Jubiläumsveranstaltung nicht fehlen, vor allem die Gründungsmitglieder erhalten Urkunden und Geschenke, die vor 44 Jahren den mutigen Schritt einer Vereinsgründung wagten. Zu Gast bei der Geburtstagsparty ist der Vorsitzende der Narren der Alb-Donau-Region (ADR), eine Narrenvereinigung in der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Glückwünsche überbringt Bürgermeister Hartmut Walz, der ein Grußworte sprechen wird.

 

Nicht mehr wegzudenken ist die Interessengemeinschaft Fasnet (IGF) aus Westerheim und der gesamten Region, die seit 44 Jahren und schon davor die Fasnet in Westerheim entscheidend prägte und bereicherte. Der IGF ist es hauptsächlich zu verdanken, dass Westerheim zu einer Fasnetshochburg im weiten Umkreis geworden ist. Die IGF ist auch ein Kulturträger, die alte Traditionen erhält und den Namen der Gemeinde Westerheim weit in die Region hinausträgt. Das Motto zum 33. Geburtstag vor elf Jahren lautete „33 Jahre ... ond emmer noid gnuag!“ und man kann heute getrost sagen, dass Westerheims Narren auch nach 44 Jahren noch lange nicht genug haben und keinesfalls müde geworden sind.

 

Die Anfänge der IGF

Wie ist nun die IGF vor 44 Jahren entstanden? Am 10. Dezember 1974 hat die Geburtsstunde der IGF Westerheim geschlagen. Die Idee zu einer Vereinsgründung war in einer geselligen Kartenrunde im Herbst 1974 entstanden. Mitglieder des „Rassa-Clubs“ sprachen sich dafür aus, die Fasnet in Westerheim zu fördern und auszubauen. Bei der Gründungsversammlung wurde Anton Walter zum Vorsitzenden gewählt, Manfred Rehm zu seinem Stellvertreter und zum Kassierer. Karl Klöble übernahm das Amt des Schriftführers. Mit Einnahmen aus Kartenspielen wurde die Kasse erstmals gefüllt.

 

Die Idee kam an, bereits in den ersten Wochen ihres Bestehens konnte die IGF einen regen Mitgliederzuspruch verzeichnen. Dies war auch gut so, denn bereits am 2. Februar 1975 sollte der erste Bürgerball im Gasthaus Rössle über die Bühne gehen. Mit dabei waren damals das „Wanga-Weible“, der Büttel und die fleißigen Putzfrauen mit ihrem frechen Mundwerk. Die neu gegründete Schrezengruppe konnte damals vorgestellt werden. Und mit von Anfang an dabei waren auch die IGF-Sänger, die bis heute das dörfliche und kommunalpolitische Geschehen gesanglich auf die Schippe nehmen.

 

Im zweiten Vereinsjahr gab es bereits eine große Überraschung: Die Tanzgarde entstand, beim zweiten Bürgerball hatte sie ihren ersten Auftritt. Nach zwei Jahren übernahm Helga Fischer die Leitung, seit drei Jahren trainiert ihre Tochter Elisa Fischer die Gardemädchen. Einige Fasnetsgruppen wurden in die IGF integriert, neue im Laufe der Zeit gegründet. Die 1965 von Anton Fischer sen, Michael Moser und Georg Wiedmann gegründeten Stelzen marschierten mit acht Mann bereits beim ersten Umzug für die IGF am Rosenmontag mit. Heute zählen die Stelzenmänner rund 20 Läufer, die landauf landab bei Umzügen mit dabei sind. Sie zieren das 1987 kreierte IGF-Wappen, sie haben für den Narrenruf „Stelza hoi“ gesorgt.

 

Hellstera-Male 2000 geboren

Die Schrezengruppe wuchs im Laufe der Zeit, 1987 erhielten sie neue grüne Overalls mit Glöckchen und 1990 neue, kleinere und tragbarere Masken. Zur Fasnet 2000 kam zur IGF eine neue Maskengruppe hinzu, die „Hellstera-Male“ mit anfangs 35 und heute mehr als 65 Hästrägern. Für flotte Fasnetsmusik sorgen seit Oktober 1992 die Schalmeien, eine Gruppe, die der damalige Vorsitzende Charly Klöble initiiert hatte. Damit für den Nachwuchs in der Tanzgarde gesorgt ist, entstand 1998 die Kindertanzgarde, einige Jahre später eine Jugendgarde. Das Oldie- und Junior-Männerballett ergänzen den Verein, der heute rund 340 Mitglieder zählt, von denen sich etwa 200 aktiv in das närrische Treiben einbringen. Hinzugekommen ist in den 1990er-Jahren die alle zwei Jahre stattfindende Messe für die Narren. Seit etlichen Jahren bringt sich die IGF mit Maskenschnitzen und Wanderungen in das Ferienprogramm der Gemeinde Westerheim ein.